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Parkplatzsituation: 1000 neue Lkw-Stellplätze in Baden-Württemberg geplant

21.11.2022 12:18 Uhr | Lesezeit: 2 min
Parkplatzmangel
Mehr Lkw-Stellplätze an der A8 und A5 sind geplant, um die Situation auf den Rastplätzen der Autobahnen zu entschärfen (Symbolbild)
© Foto: Andreas Arnold/dpa/picture-alliance

Bis 2030 plant die Niederlassung Südwest der Autobahn GmbH 1000 neue Stellplätze, mehr als 2000 weitere sollen danach entstehen. Ein Verband meint, das sei nicht schnell genug.

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Lkw-Fahrern bleibt oft nichts anderes übrig, als nachts auf Pkw-Stellplätzen zu parken oder ihren Lastwagen auf Ein- und Ausfahrten von Rastanlagen zu stellen. Die Niederlassung Südwest der Autobahn GmbH des Bundes teilt auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit, dass über 1000 Lkw-Stellplätze bis 2030 entstehen sollen, mehr als 2000 weitere danach.

Die Initiative Hellwach mit 80 km/h, die sich dem Kampf gegen den Tod von Brummifahrern verschrieben hat, mahnt schnellere und weitergehende Verbesserungen an. So solle es auf den Rastanlagen nicht nur mehr Plätze geben, sondern auch Schutz gegen Lärm und Hitze - durch Dämmwände oder Erdwälle für ungestörten Schlaf, sagt der Sprecher des Verbands, Dieter Schäfer. Bei einer 2020 veröffentlichten Umfrage habe jeder vierte Fahrer angegeben, im Vorjahr ein- bis dreimal am Steuer eingenickt zu sein.

Die Autobahn GmbH sieht einen Schlüssel zu einer entspannteren Situation in der Verdichtung. Dabei werden die Stellplätze an den Rastanlagen nicht verkleinert, sondern Flächen umgenutzt. So könnten Fahrgassenflächen zu Parkflächen umfunktioniert werden. Darüber hinaus werde untersucht, welche vorhandenen Flächen sich innerhalb von Rastanlagen und Parkplätzen mit WC für zusätzliches Längs- oder Schrägparken eignen.

Mehr Kapazitäten auf der A5 und A8

Durch solche Maßnahmen werden die Kapazitäten an der A5 (Kreuzlach, Lußhardt und Mönchberg) und an der A8 (Kämpfelbach) in den kommenden drei Jahren wesentlich erhöht. Zusätzliche Stellplätze sind bis 2023 an fünf Parkplätzen auf der A8 (Pforzheim-Süd) und an der A5 (Weidengrien, Blauenblick, Hardt und Galgenloch) geplant.

Mehr Wertschätzung gefordert

Aus Sicht von Schäfer, ehemaliger Chef der Mannheimer Verkehrspolizeidirektion, muss bei bundesweit 70 toten Berufskraftfahrern im Jahr 2021 rascher gehandelt werden, als die Autobahngesellschaft es ankündigt. Erforderlich sei generell mehr Wertschätzung für die „Kapitäne der Straße“.

Das gelte für die Empfänger der Waren und die Kommunen gleichermaßen. In Gewerbegebieten müssten Lkw-Fahrer zumindest zur Toilette gehen können und vor allem dürfen. „Jeder will eine Lieferung, aber der, der sie bringt, wird menschenunwürdig behandelt“, bemängelt Schäfer.

Künftig digital zum freien Stellplatz

Die Autobahngesellschaft setzt auch auf digitale Lösungen, mit denen Fahrer in der Autobahn-App über freie Stellplätze informiert werden. Ziel sei es, in den nächsten Jahren in einer ersten Stufe alle Tank- und Rastanlagen mit mehr als 70 Lkw-Stellplätzen an Autobahnen mit einstelliger Nummer mit einer digitalen Stellplatzerfassung auszurüsten. Im Idealfall könne mit Telematik-Verfahren bereits vorhandener Lkw-Parkraum um bis zu 50 Prozent vergrößert werden.

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