Zwei neue Lkw-Ladeparks von ENGIE Vianeo geplant

10.08.2026 13:40 Uhr | Lesezeit: 3 min
Euro Rastpark Pfaffenhofen/Schweitenkirchen
Euro Rastpark Pfaffenhofen/Schweitenkirchen
© Foto: Euro Rastpark GmbH & Co. KG

ENGIE Vianeo errichtet an den Autobahnen A2 und A9 neue Ladeparks für E‑Lkw. Geplant sind auch Megawatt-Ladesysteme.

ENGIE Vianeo baut Schnellladenetz für E-Lkw aus

Der Ladeinfrastruktur-Anbieter ENGIE Vianeo treibt den Ausbau seines deutschen Ladenetzes für schwere Nutzfahrzeuge voran. Entlang der wichtigen Güterverkehrsachsen A2 und A9 entstehen an zwei Euro-Rastpark-Standorten neue Ladeparks für batterieelektrische Lkw. Die Anlagen sollen Teil des europäischen TEN-T-Verkehrsnetzes werden und den Hochlauf des elektrischen Straßengüterverkehrs unterstützen.

Die Standorte befinden sich in Lippetal/Hamm an der A2 sowie in Pfaffenhofen/Schweitenkirchen an der A9.

Fokus auf zentrale Güterverkehrsachsen

Der Standort Lippetal/Hamm liegt an einer der wichtigsten Ost-West-Verbindungen Deutschlands zwischen dem Ruhrgebiet und Berlin. Pfaffenhofen/Schweitenkirchen befindet sich an einer bedeutenden Nord-Süd-Achse Richtung München, Österreich und Norditalien.

Mit den Projekten sollen wichtige Transitkorridore für den internationalen Güterverkehr besser mit Ladeinfrastruktur versorgt werden.

Megawatt-Laden an der A2 geplant

Am Euro Rastpark Lippetal/Hamm entstehen bis Mitte 2027 insgesamt sechs Ladepunkte mit jeweils 400 Kilowatt Leistung. Zusätzlich sind zwei Ladepunkte mit Megawatt Charging System (MCS) vorgesehen, die Ladeleistungen von bis zu einem Megawatt ermöglichen sollen.

Die Anlage richtet sich insbesondere an Fernverkehrsflotten, die auf kurze Ladezeiten angewiesen sind.

Weitere Ladepunkte an der A9

Am Standort Pfaffenhofen/Schweitenkirchen sollen Anfang 2027 ebenfalls sechs Schnellladepunkte mit jeweils 400 Kilowatt Leistung in Betrieb gehen.

Der Standort zählt zu den stark frequentierten Rastanlagen im süddeutschen Fernverkehr und soll künftig eine wichtige Rolle bei der Versorgung elektrischer Nutzfahrzeuge übernehmen.

Euro Rastpark investiert ohne eigenes Kapital

ENGIE Vianeo übernimmt nach Unternehmensangaben Planung, Finanzierung, Bau und Betrieb der Ladeinfrastruktur. Euro Rastpark stellt die Flächen bereit und profitiert von zusätzlichen Angeboten für die Kunden sowie langfristigen Erlösen aus der Standortentwicklung.

Das Modell soll den Ausbau der Ladeinfrastruktur beschleunigen, ohne dass Rastanlagenbetreiber selbst hohe Investitionen tätigen müssen.


Ausbau eines bundesweiten Ladenetzes

Seit dem Markteintritt in Deutschland entwickelt ENGIE Vianeo zahlreiche Projekte für den Schwerlastverkehr. Neben den neuen Rastpark-Standorten arbeitet das Unternehmen derzeit am Aufbau weiterer Ladepunkte speziell für Nutzfahrzeuge.

Insgesamt befinden sich nach Unternehmensangaben rund 50 Standorte für Lkw-Ladeinfrastruktur in Planung oder Umsetzung.



Elektromobilität im Fernverkehr gewinnt an Fahrt

Die neuen Standorte sind Teil einer wachsenden Infrastruktur für batterieelektrische Nutzfahrzeuge. Mit steigenden Reichweiten und leistungsfähigeren Ladesystemen rückt insbesondere der Fernverkehr stärker in den Fokus.

MCS-Technologie gilt dabei als wichtiger Baustein, da sie deutlich kürzere Ladezeiten ermöglicht als herkömmliche Schnellladelösungen.

HASHTAG

#Ladestationen


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