ENGIE Vianeo baut Schnellladenetz für E-Lkw aus
Der Ladeinfrastruktur-Anbieter ENGIE Vianeo treibt den Ausbau seines deutschen Ladenetzes für schwere Nutzfahrzeuge voran. Entlang der wichtigen Güterverkehrsachsen A2 und A9 entstehen an zwei Euro-Rastpark-Standorten neue Ladeparks für batterieelektrische Lkw. Die Anlagen sollen Teil des europäischen TEN-T-Verkehrsnetzes werden und den Hochlauf des elektrischen Straßengüterverkehrs unterstützen.
Die Standorte befinden sich in Lippetal/Hamm an der A2 sowie in Pfaffenhofen/Schweitenkirchen an der A9.
Fokus auf zentrale Güterverkehrsachsen
Der Standort Lippetal/Hamm liegt an einer der wichtigsten Ost-West-Verbindungen Deutschlands zwischen dem Ruhrgebiet und Berlin. Pfaffenhofen/Schweitenkirchen befindet sich an einer bedeutenden Nord-Süd-Achse Richtung München, Österreich und Norditalien.
Mit den Projekten sollen wichtige Transitkorridore für den internationalen Güterverkehr besser mit Ladeinfrastruktur versorgt werden.
Megawatt-Laden an der A2 geplant
Am Euro Rastpark Lippetal/Hamm entstehen bis Mitte 2027 insgesamt sechs Ladepunkte mit jeweils 400 Kilowatt Leistung. Zusätzlich sind zwei Ladepunkte mit Megawatt Charging System (MCS) vorgesehen, die Ladeleistungen von bis zu einem Megawatt ermöglichen sollen.
Die Anlage richtet sich insbesondere an Fernverkehrsflotten, die auf kurze Ladezeiten angewiesen sind.
Weitere Ladepunkte an der A9
Am Standort Pfaffenhofen/Schweitenkirchen sollen Anfang 2027 ebenfalls sechs Schnellladepunkte mit jeweils 400 Kilowatt Leistung in Betrieb gehen.
Der Standort zählt zu den stark frequentierten Rastanlagen im süddeutschen Fernverkehr und soll künftig eine wichtige Rolle bei der Versorgung elektrischer Nutzfahrzeuge übernehmen.
Euro Rastpark investiert ohne eigenes Kapital
ENGIE Vianeo übernimmt nach Unternehmensangaben Planung, Finanzierung, Bau und Betrieb der Ladeinfrastruktur. Euro Rastpark stellt die Flächen bereit und profitiert von zusätzlichen Angeboten für die Kunden sowie langfristigen Erlösen aus der Standortentwicklung.
Das Modell soll den Ausbau der Ladeinfrastruktur beschleunigen, ohne dass Rastanlagenbetreiber selbst hohe Investitionen tätigen müssen.