Bayerische Oldie-Bauma Ebenhöh

Neben Mercedes-Benz war auch Tschann mit den Marken DAF und Tatra vertreten
© Foto: Anton Gebert

Einige Besonderheiten machen das Nutzfahrzeug-Treffen im Kieswerk Ebenhöh zu einem Highlight.


Datum:
26.09.2016
Autor:
Gregor Soller

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Leider stehen mittlerweile manche Oldtimer-Lkw-Veranstaltungen auf der Kippe. Das gilt Gott sei Dank nicht für das Oldtimer-Nutzfahrzeug-Treffen des Kieswerks Ebenhöh, für das die Inhaberfamilie um Seniorchef Jürgen Ebenhöh im Juli wieder ihr Firmenareal zum gemeinsamen Baggern, Buddeln und Fahren zur Verfügung stellte.

Das Treffen findet alle zwei Jahre im oberbayerischen Gerharding statt, in diesem Jahr bereits zum neunten Mal. Und es war wieder ein voller Erfolg. Die Teilnehmer reisten aus ganz Deutschland, Österreich sowie der Schweiz an. An ihrem seit Jahren bewährten Rezept für die "Oldie-Bauma nach der Bauma" änderte die Familie Ebenhöh nichts: Man nehme über 170 Oldtimer-Nutzfahrzeuge und ihre Besitzer, biete ihnen genug Platz und gebe eine Prise aktuelle Baumaschinen und Lkw dazu. Dann würze man es mit einem Festzelt, einen großen Kran samt Personenbeförderungskorb und garniere es mit weiteren kleinen Attraktionen für große und kleine Besucher.

Genau so fing es vor 18 Jahren mit einem Treffen gleichgesinnter Freunde an, die einfach nur ihre Oldies ausfahren und zeigen wollten - ohne dabei nur perfekt restaurierte hochglanzpolierte Preziosen vorführen zu müssen. Jeder war willkommen! Das blieb bis heute so und verleiht dem Treffen immer noch seinen hemdsärmeligen Charme mit Praxisbezug.

Mittlerweile wurde aus dem Freundestreffen das größte Event dieser Art in Süddeutschland; es wird von Insidern wegen der Ergänzung und Testmöglichkeit von neuen Fahrzeugen und Baumaschinen auch als "kleine Bauma" bezeichnet. Das Fachpublikum, das die Gelegenheit nutzt, Neuheiten in Ebenhöhs riesigem Sandkasten auszuprobieren, wächst.

AUF DEM SOGENANNTEN SPIELPLATZ GABEN DIE OLDIES NOCH MAL ALLES

Trotzdem spielen die betagten Lkw weiterhin die erste Geige. Neben den zahlreichen Kippern und Baufahrzeugen kommen immer mehr Oldtimer ohne Baubezug nach Gerharding, wie zum Beispiel Feurwehren oder Unimogs. Ab zehn Uhr fanden sich knapp 6000 Gäste ein, die teils mit herrlich restaurierten Preziosen, teils mit original belassenen Old- und Youngtimern vorfuhren und damit längst vergangen geglaubte Erinnerungen wach werden ließen. Dabei zeigten die Oldie-Besitzer den Zuschauern auf dem "Spielplatz", wie die Familienmitglieder Marc und Melanie Ebenhöh das Demo-Areal liebevoll nennen, wozu ihre "Rentner" noch in der Lage sind. Wer wollte, konnte das Spektakel und das gesamte Werk vom 90 Meter-Kran aus der Vogelperspektive betrachten.

Von noch weiter oben betrachtete der Wettergott das Treffen. Es schien ihm zu gefallen, denn anders als zur echten Bauma verwandelte er das Areal nicht per Dauerregen in eine Schlammwüste, sondern setzte die Autos mit Sonne und wilden Wolkenformationen in ein tolles Licht - und alle freuen sich schon auf das zehnte Jubiläumstreffen 2018!

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