Festival Schweiz: Interlaken ist Kult!

In den schweizer Alpen findet eines der schickesten Trucker-Treffen der Saison statt
© Foto: Gerlach Fronemann

Hopp Schwiiz! Bike-, LKW-Fahrer und Zehntausende Fans feierten beim Trucker & Country Festival.


Datum:
13.08.2014
Autor:
Gerlach Fronemann

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Eigentlich wollten wir mit drei Lastzügen kommen, haben aber nur zwei Stellplätze ergattert", bedauert Transporteur Mario Nußbaumer aus dem Markgräflerland. Er und seine Freunde nehmen's gelassen. Denn die befreundeten Unternehmer Benny Rogg und Marco Wassmer vom Hochrhein boten den Südbadenern auf ihren Aufliegern Unterschlupf.

"Interlaken ist Kult", heißt es in Fan-Kreisen. 1400 Stellplätze gibt es. Anmeldungen waren es weit mehr. Schon die Anfahrt nutzen viele Unternehmen zu einem Konvoi aus bis zu 20 teils beladenen Lastzügen, oft angeführt vom Chef und dessen Familie. Andere schlossen sich den Konvois der LKW-Importeure an. So 60 Renault-Kunden in zwei Kolonnen von den Raststätten Grauholz bei Bern und Neuenkirch bei Luzern. Das weitläufige, ehemalige Flugplatzgelände - idyllisch im Tal gelegen - bot mit seinen Asphaltachsen entlang derer die Lastwagen "parkierten" ein faszinierendes Bild. Geduldig rangierten die Chauffeure ihre Gespanne an die vorgesehene Stelle. Andere hatten schon ihr Lager aufgebaut, wie Holztransporteur Franz Aregger mit Großfamilie und Freunden, die unter Langholzstämmen wetterfest campierten. Wie viele Transporteure hatten auch sie einen Veteranen-LKW dabei, den Berna Baujahr 1942 eines befreundeten Sägers.

AUF DER LEGENDÄREN TRUCKMEILE TRAFEN SICH LKW-FAHRER, BIKER, WESTERN- UND COUNTRYFANS

Zehntausende Besucher schlenderten durch die Gassen und bewunderten die gepflegten, oft sonderlackierten Camions. Dazwischen fuhren wieder originelle Eigenbauten mit teils donnerndem Motorengedröhn. Ein Trupp Reiter exportierte die Westernstimmung aus dem kostenpflichtigen Showbereich ins Fahrerlager und hinterließ dampfende "Rossbollen" (Pferdeäpfel), die dann so manche Schuhsohle schmückten. Mitten im Trubel stand der TRUCKER mit dem berühmten Fulda-Truck der frühen Neunziger, den Andreas Feil liebevoll restauriert hat. Vielen Dank allen Lesern und Fans für ihren Besuch!

Der verregnete Sonntag tat der Stimmung keinen Abbruch. Man feierte eben an den Ständen, unter dem Bühnenzelt oder bei den LKW-Importeuren. Neben dem aus Überseecontainern gebauten Stand von MAN stach der von Volvo mit einem über zehn Meter hohen Turm aus Europaletten heraus. Davor parkten fünf neue FH in Alpenlackierung. Scania hatte sämtliche im Alpenland vermarkteten LKW-Generationen dabei sowie den "Scania Chimera", einen Boliden mit hinter die Kabine versetztem, chromglänzendem V8-Motor und sechs Turbos. Renault bot wie jedes Jahr eine attraktive Show: Nicht nur die Flaggschiffe der T-Serie und Fünfachser der C-Reihe zogen die Blicke auf sich. Das taten auch die Samba-Tänzerinnen der "Grupo de Danças Brasileiras" - mal im bunten Federkleid, mal knapp geschürzt.

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