Reportage: Power-Truck für eine 21-Jährige

Unternehmenschef Morgan Careliussén (Mitte) mit seinen beiden Söhnen Rickard und Kenny (l.). Rechts seine beiden Fahrer Emelie Gustafsson und Jonas Kröjtz
© Foto: Hans Köster/TRUCKER

1982 kaufte Morgan Careliussén einen Volvo F12-81 von seinem Vater und gründete Bälsas Akeri, seine eigene Spedition für Holztransporte. Seine jüngste Fahrerin, Emelie Gustafsson, ist 21 Lenze jung, lenkt aber schon zwei Jahre einen der schweren Züge.


Datum:
12.11.2019
Autor:
Hans Köster/Gerhard Grünig
Lesezeit: 
6 min

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Für Bälsas Akeri laufen aktuell vier Holzzüge, zwei davon sind etwas ganz Besonderes: Volvo 540 "Performance Edition". Wir treffen uns morgens am Truckstop südlich von Örebro, um Morgans Team kennenzulernen. Der Boss ist mit seinen Söhnen Rickard und Kenny sowie zwei seiner Mitarbeiter gekommen - eine davon die erst 21-jährige Emelie Gustafsson.

Sie fährt seit zwei Jahren Holz. Die Performance Edition ist nach dem Motto "einmal alles" konfiguriert: mehr Platz in der Globetrotter-XL-Kabine, Volllederausstattung, speziell entworfene Sitze, Kaffeemaschine, unter dem Bett ein sehr eleganter Stauraum und noch vieles mehr. Käufer hatten die Qual der Wahl aus 650 verschiedenen Farben! Der Motor ist entgegen des Performance-Schriftzugs der "kleine" 13-Liter-Sechszylinder. Aber Morgan hat sich zumindest für die höchste Leistungseinstellung mit 540 Pferdestärken entschieden und sich auch noch ein Doppelkupplungsgetriebe gegönnt. Trotz der Power attestiert der Chef seinem Volvo Sparsamkeit - zumindest in Relation zu dem, was er täglich so leisten muss ...


Powertruck für eine 21-Jährige

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Für den TRUCKER hat Morgan extra dafür gesorgt, dass beide Performance-Trucks heute am gleichen Ort Holz laden und ins Sägewerk Valasens liefern. Die Autos fahren an Wochentagen in Doppelschicht. Das Tagwerk startet um 5.00 Uhr morgens. Ab 17.00 Uhr greifen die Piloten der Nachtschicht in die Lenkräder. "Trotz zweimal zwölf Stunden Tageseinsatz bleibt damit am Wochenende Zeit für Wartung und Instandhaltung", erklärt Morgan.

Erste Schritte im Unternehmen des Vaters

Als der heutige Unternehmensinhaber nach der Schule seinen Lkw-Führerschein endlich bekam, fing er an, für seinen Vater zu fahren. Nach einigen Jahren kaufte er dem alten Herren einen Volvo F12 Intercooler ab und gründete seine eigene Firma. Das ist 37 Jahre her. Anfangs fuhr Morgan im Winter Holz und im Sommer Asphalt. Sein Sohn Rickard fing ebenfalls sofort nach Abschluss der Ausbildung an, für Morgans Firma zu fahren. Seit 2009 ist er Teilhaber an Daddys Firma, ebenso wie Morgans Ehefrau Marie. Sie kümmert sich um den Papierkram. Auch Kenny, Morgans jüngerer Sohn, hat kürzlich beschlossen, ins Familienunternehmen einzusteigen. Somit ist bei den Careliusséns inzwischen die dritte Generation fest im Fuhrgeschäft verankert.

Unternehmenschef Morgan Careliussén 1982 mit seinem Volvo F12 Intercooler
© Foto: Morgan Careliussén

Bis 2006 fanden sich ausschließlich Scania im Unternehmen. "Das war vor allem der Tatsache geschuldet, dass wir in unserer Region eine sehr gute Scania-Werkstatt haben", erläutert Morgan. Trotzdem wurde er irgendwann schwach und kaufte den ersten Volvo, "weil er so toll aussah". Neben den beiden Performance-Edition-Fahrzeugen hat der Boss einen weiteren 540er-Volvo im Einsatz. Der Junior schwenkte jetzt allerdings zurück zur alten Marke - Rickard hat sich einen neuen Scania R650 V8 bestellt, der kürzlich in Dienst gestellt wurde.

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