Zweiblattfederung an der Vorderachse als richtige Wahl


Datum:
15.01.2020
Autor:
Jan Burgdorf
Lesezeit: 
5 min

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Kletterpartie: Insgesamt fünf Stufen misst der Einstieg in die S-Kabine
© Foto: Karel Sefrna

Vielleicht bekommt man sie in der hoch montierten S-Kabine, in der man 1,61 Meter über den Dingen thront, aber auch nur einfach nicht mit. Es ist natürlich letzten Endes wie immer reine Geschmackssache. Fest steht aber, dass die S-Kabine mit ebenem Boden in Sachen Fahraktivität mit dem niedrigeren R-Fahrerhaus nicht mithalten kann. Bei Kurvenfahrt und Lastwechseln kommt sie nämlich deutlicher ins Schwanken, auch wenn keinesfalls die Gefahr droht, „seekrank“ zu werden.

Goldrichtig empfinden wir dafür die Wahl der Vorderachsfederung. Im Testfahrzeug lastete die 7,5-Tonnen-Achse auf Zweiblatt- Parabeln. Bezogen zur bei Scania neuerdings ebenfalls lieferbaren Einblattfeder, bringt sie deutlich besseren Komfort und besseres Fahrverhalten. Anders als im einblattgefederten R 540 aus dem Euro-Truck- Test, präsentiert sich auch die Lenkung in diesem Scania wieder auf dem aktiven und direkten Niveau, das die Fans der Marke von Schwedens Ostküste so schätzen.

Der Lkw bietet große Außenstaufächer
© Foto: Karel Sefrna

Auf der Teststecke sehr sparsam unterwegs

Aber erhält der 500 S beim Thema Verbrauch die Quittung für seine fahraktivere Auslegung? Nach unserer exakt 342,8 Kilometer langen Teststrecke, bei der erstmals unser nagelneuer Referenz-Actros mit von der Partie war, können wir Entwarnung geben. Das Testfahrzeug begnügte sich mit 25,98 l/100 km und legt damit die Messlatte in unserem neu begonnenen Verbrauchsranking (siehe folgende Doppelseite) entsprechend hoch an. Anteilig darin enthalten ist der Ad-Blue-Konsum, der mit 8,68 Prozent vom Dieselverbrauch tatsächlich deutlich über dem vergleichbarer Wettbewerber liegt, die ihre Abgase unter Zuhilfenahme von Abgasrückführung reinigen.

Dem Fahrer darf ’s egal sein und der zahlende Chef wird sicher lieber etwas mehr vom günstigen AdBlue bezahlen als vom teureren Diesel. Schließlich muss er für die Anschaffung des Scania bekanntermaßen tiefer in die Tasche greifen. Der Mehrpreis für den 540er fiele in diesem Fall immerhin weg.

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