Alles Gute für den Rücken

Wer zu Hause oder unterwegs etwas für den Rücken tun möchte, kann auf zahllose Apps zurückgreifen
© Foto: Syda Productions/stock.adobe.com

Berufskraftfahrern fehlt meist die Zeit, ein Fitnessstudio zu besuchen. Wer für den Rücken etwas tun will, findet im Netz und in App-Stores viele Trainings, sehr oft sogar gratis. Wir haben die besten für Sie ausgewählt.


Datum:
10.04.2020
Autor:
Sabine Köstler
Lesezeit: 
4 min

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Der Rücken ist das größte Problem, das Berufskraftfahrer mit sich tragen. Stundenlanges starres Sitzen und wenig Bewegung üben hohen Druck auf die Wirbelsäule aus und fördern ihren Verschleiß. Kommt Übergewicht hinzu, wächst die Belastung noch. Durch zu schweres oder falsches Tragen und auch Fehlhaltungen nutzen sich die Wirbel ab.

Werden die Bandscheiben nicht durch eine starke Muskulatur unterstützt, kann der Druck dazu führen, dass sie „verrutschen“. Bei einem solchen Bandscheibenvorfall können Nerven oder gar Nervenwurzeln geschädigt werden. Im schlimmsten Fall platzt der innen liegende, gelartige Kern und das austretende Gewebe drückt die Nerven ab. Die Folgen: höllische Schmerzen, Unterbrechung der Durchblutung, Taubheit der Gliedmaßen, Lähmungserscheinungen – auch Darm- und Blasentätigkeit können blockiert werden. Oft muss in diesem Fall operiert werden.

Die meisten Rückenpatienten leiden jedoch unter „normalem“ Verschleiß und Muskelverspannungen. Die Schmerzgeplagten stecken in einem Kreislauf: verschlissene Wirbelsäule/Schmerzen/ausweichende, schiefe Körperhaltung/verspannte Muskulatur/eingeschränkte Bewegung/zu starke oder einseitige Belastung der Wirbel und Bandscheiben/weitere Verspannungen und Verschleiß. Die gute Nachricht: Man kann diesem Geschehen vorbeugen und auch den Kreislauf durchbrechen.

Die wichtigsten Maßnahmen sind

  • korrektes Anheben und Tragen
  • Entlastung durch abwechslungsreiche Sitzhaltung
  • Bewegung, wann immer sich eine Gelegenheit bietet
  • Aufbau der stützenden Muskulatur
  • Entlastung durch Dehnen und Entspannen der Muskulatur

Eine gute Möglichkeit, sich an ein regelmäßiges Training zu gewöhnen, sind Trainings-Apps oder -Plattformen. Sie enthalten neben Informationen zur Anatomie viele Anleitungen mit Übungen zur Kräftigung und Dehnung, oft sogar zur Schmerzbehandlung. Viele Trainings lassen sich ohne besondere Hilfsmittel und unterwegs durchführen. Man kann die Übungen auf die eigenen Bedürfnisse abstellen, manche Apps haben Erinnerungsfunktionen und sind damit ähnlich einem „Personal Training“. Die Anleitungen und Videos sind in beliebiger Länge und Ausführung zu haben, ob es ein Fünf-Minuten- oder ein Dreiviertelstunden-Training ist. Und das sehr oft kostenlos. Gesetzliche Krankenkassen fördern einige dieser Bewegungsangebote – siehe  die App „Kaia“ und das Online-Studio „Sports Routine“. Das heißt, einen Teil der Gebühren bekommen Sie erstattet. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Krankenkasse!

Prüfen Sie zunächst, welche Übungen für Sie geeignet sind

Sollten Sie sich für das Trainieren via Smartphone oder PC entscheiden, gilt, wie für jedes Fitnessprogramm: Üben Sie erstens genau nach Anleitung und zweitens regelmäßig. Sprechen Sie vorab mit Ihrem Arzt oder Physiotherapeuten, welche Übungen für Ihre Bedürfnisse geeignet sind – das gilt vor allem dann, wenn Sie Schmerzen haben. Schauen Sie auch ins „Kleingedruckte“, ob und wie Ihre Daten gespeichert werden.

Ein Online-Training kann weder ein Arztgespräch noch die Betreuung durch einen Trainer im Studio ersetzen, doch um vorzubeugen und fit zu bleiben, sind die Angebote im Netz sehr gut – auch, um den inneren Schweinehund zu bekämpfen. Wir zeigen Ihnen die besten kostenlosen Apps und Online-Trainings.

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