Der große Unterschied

Joggendes Pärchen: Männer und Frauen sind etwa gleichermaßen sportlich aktiv
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Das Robert-Koch-Institut veröffentlichte Daten und Fakten zum Gesundheitsstatus von Männern.


Datum:
03.04.2014
Autor:
Sabine Köstler

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Das Robert Koch-Institut (RKI) ist die zentrale Einrichtung der Bundesregierung auf dem Gebiet der Krankheitsüberwachung und –prävention, hier werden zum Beispiel  auch Maßnahmen zur medizinischen Forschung vorgeschlagen/entwickelt. Die Kernaufgaben des RKI sind die Erkennung, Verhütung und Bekämpfung von Krankheiten, besonders der Infektionskrankheiten.

Das RKI hat in seiner Berichterstattung nun die neue Rubrik „Männergesundheit“ aufgenommen und Daten und Fakten zum aktuellen Status veröffentlicht.

Männer, so das RKI, erreicht man mit Präventionsangebote deutlich schlechter als Frauen; so zum Beispiel war bei den Gesundheits-Kursen der gesetzlichen Krankenkassen (Ernährung, Bewegung, Stressreduktion und Suchtmittelkonsum) im Jahr 2012 nur jeder fünfte Teilnehmende ein Mann. Ein positiveres Bild ergab sich bei den Krankheits-Früherkennungsmaßnahmen (z.B. Krebsvorsorge, Check-ups etc.), diese Angebote werden auch von Männern angenommen.

Den Daten nach zu urteilen, sind Männer in punkto Gesundheit dennoch eindeutig das schwächere Geschlecht. Hier ein Auszug aus der vom RKI gesammelten Faktenliste: 

  • Etwa zwei Drittel der Männer (63,8 %) sind sportlich aktiv (Frauen: 64,0 %). Insgesamt erreicht dennoch nur ein Viertel (23,3 %) der Männer die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation für körperliche Aktivität (Frauen: 20 %)

 

  • Männer essen mehr Fleischprodukte und weniger ballaststoffreiche Kost als Frauen. Gemüse isst nur jeder dritte Mann täglich.

 

  • Männer trinken häufiger und mehr Alkohol als Frauen. Jeder dritte Mann (32,6 %) trinkt Alkohol in riskantem Ausmaß (Frauen 22,1 %). Fast ein Viertel der Männer trinkt mindestens einmal im Monat fünf oder mehr alkoholische Getränke (Rauschtrinken)

 

  • Übergewichtig sind derzeit etwa zwei Drittel der Männer, aber nur die Hälfte der Frauen. Etwa 23,3 % der Männer und 23,9 % der Frauen sind fettleibig (adipös).

 

  • Männer rauchen nach wie vor häufiger als Frauen (18- bis 79-Jährige: Männer 32,6 %, Frauen 26,9 %), insbesondere in sozial benachteiligten Bevölkerungsgruppen.

 

  • Männer sind häufiger von Suchterkrankungen, aber seltener von anderen psychischen Störungen betroffen als Frauen (z.B. Alkoholabhängigkeit: Männer: 4,8 %, Frauen: 2,0 %).

 

  • Mehr Männer als Frauen sind von Herz-Kreislauf-Erkrankungen betroffen und mehr Männer als Frauen sterben daran vorzeitig, d.h. vor Erreichen des 65. Lebensjahres.

 

  • Im Jahr 2012 waren 15,9 % aller Sterbefälle bei Männern auf eine koronare Herzkrankheit zurückzuführen, bei Frauen waren es 13,7 %]. Dabei betrug das durchschnittliche Sterbealter bei Männern 77,0 Jahre (Frauen: 84,4 Jahre).

 

  • Lungenkrebs ist bei Männern weiterhin mit Abstand die häufigste Krebstodesursache mit knapp einem Viertel (24,9%) aller Krebssterbefälle.

 

  • Männer verunfallen häufiger und schwerer als Frauen. Das höchste Risiko tragen junge Männer: Jeder fünfte Mann im Alter von 18 bis 29 Jahren hat einmal im Jahr einen Unfall und wird deshalb ärztlich behandelt (Frauen 16,1%)

 

  • Die Lebenserwartung bei Geburt beträgt aktuell für Männer 77,7 Jahre. Sie ist damit fünf Jahre geringer als die der Frauen (82,7 Jahre).

 

 

Quelle: Robert-Koch-Institut  www.rki.de

Mehr Info: http://www.maennergesundheitsportal.de/

 

 

 

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