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Hexenschuss: die besten Strategien

Mit einem Hexenschuss zum Arzt? Das muss nicht sein, denn normalerweise ist die Schmerzattacke bald wieder vorbei
© Foto: gilaxia/iStock

Er tritt ohne Vorwarnung auf und fühlt sich an wie ein in den Rücken gerammtes Messer. Wer richtig auf einen Hexenschuss reagiert, kann den Schmerz schnell überwinden. Ein Rückenexperte verrät die hilfreichsten Tipps.


Datum:
25.02.2022
Autor:
Mireille Pruvost
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Plötzlich schießt es einem in den Rücken. Meist ausgelöst durch eine ruckartige Bewegung oder eine ungünstige Körperdrehung, ist der Hexenschuss plötzlich da. Jener unfassbar starke Schmerz, der zur Bewegungslosigkeit verurteilt. Manche vergleichen den Hexenschuss mit einem Messerstich, andere mit einem Stromschlag. Doch trotz der heftigen Schmerzen können Ärzte bei einem Hexenschuss meist Entwarnung geben. Fast immer ist ein Lumbago, so der Fachbegriff, harmlos.

„Wir sprechen in diesem Zusammenhang von einem lokalen Schmerz im Bereich der Lendenwirbelsäule“, sagt Dr. Reinhard Schneiderhan, Leiter des gleichnamigen Wirbelsäulenzentrums in München-Taufkirchen. „Auch wenn es schwer zu glauben ist, die Hauptursache für den starken Schmerz sind oft direkt einsetzende Muskelverspannungen.“

Ein genauerer Blick ins Körperinnere zeigt, warum ein Hexenschuss eine solche Pein verursacht: Auslöser sind meist Gelenkblockierungen in den Wirbelgelenken der Lendenwirbelsäule, doch auch Bandscheibenvorwölbungen und -vorfälle können die Ursache sein.

Schnell wieder mobil werden - auch wenn es schmerzt

Wichtig zu wissen: Auch wenn der Schmerz urplötzlich auftritt, gibt es in den allermeisten Fällen eine Vorgeschichte. Typisch für alle, die sich mit einem Hexenschuss herumquälen ist die dann eingenommene Schonhaltung. Diese gilt es möglichst schnell wieder zu verlassen, weil sie zu Muskelverspannungen in anderen Bereichen führt. „Zu den Sofortmaßnahmen gehört die Stufenlagerung, wobei man sich auf den Rücken legt und die angewinkelten Beine auf einen Hocker, Stuhl oder Kissenberg platziert“, sagt Dr. Schneiderhan. Hilfreich sei zudem Wärme und ein frei verkäufliches Schmerzmittel. Diese Maßnahmen sollten aber nur eine kurzfristige Lösung sein. Denn es ist wichtig, schnell wieder in Bewegung zu kommen. „Wenn irgend möglich, sollte man einen Spaziergang machen und nach und nach das Bewegungspensum erhöhen“, so der Expertenrat. „Meist dauert es dann ein paar Tage, bis der Schmerz wieder verschwindet. Dann ist ein Arztbesuch nicht unbedingt notwendig.“

Vorsicht bei Taubheits- und Lähmungsgefühlen

Anders sieht es bei folgenden Symptomen aus: Wenn die Schmerzen nicht zurückgehen, sich verstärken, ausstrahlen oder zu Taubheits- und Lähmungsgefühlen in den Beinen führen, ist unbedingt ein Arzt aufzusuchen. Bei auftretendem Fieber sowie Blasen und Mastdarmstörungen ist es sogar ratsam den Notruf zu wählen. Ebenso bei nachlassenden Schmerzen bei gleichzeitig vermehrten Lähmungserscheinungen.

Vorbeugen möglich

Wer einen Hexenschuss effektiv vorbeugen will, sollte seine Bewegungsbudgets erhöhen und regelmäßig ein Muskelaufbautraining und Rückentraining machen. Schon zwei oder dreimal die Wochen 20 bis 30 Minuten reichen dafür aus. Da Übergewichtige aufgrund der veränderten Körperstatik und der oft überforderten Muskulatur besonders gefährdet sind, ist es laut dem Rückenexperten ratsam, ein paar Pfunde zu verlieren.

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