MAN TGS: Konkurrenz für den Traktor

Truck statt Trekker: Extrem-Umbauten für MAN TGS von Maurer und Stapel
© Foto: Gregor Soller

Mit speziellen Umbauten wird aus dem MAN TGS eine Alternative für die Landwirtschaft.


Datum:
11.05.2014
Autor:
Redaktion TRUCKER

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Die Agrarflächen wachsen weiter - und damit die zu befördernden Mengen in der Landwirtschaft. Das lässt die Grenzen zwischen On- und Offroadtransporten immer mehr verschwimmen. Höchste Zeit auch für MAN, sich der Landwirtschaft zu widmen. Wie das aussehen könnte, zeigten die Münchner auf ihren "Trucknology-Days". Dort waren hochgeländegängige, stollenbereifte Allrad-Derivate des TGS zu sehen, die als landwirtschaftliches Fahrzeug zugelassen werden können. Mit der speziellen Bereifung allein ist es jedoch nicht getan. Der Einsatz auf dem Acker erfordert ein Lenkgetriebe mit erhöhtem Lastprofil. Eine Umfeldbeleuchtung für das nächtliche Arbeiten auf dem Feld und eine extra Kugelkopfkupplung runden das Agrar-Package ab. Außerdem spendiert man dem "Acker-MAN" ein Luftleitblech gegen Staubaufwirbelung.

VOR DER FAHRT AUFS FELD MUSS DER LUFTDRUCK RUNTER

Das besitzt auch der TGS 18.480 4x4 H BLS. Er verfügt unter anderem auch über das Gewicht sparende "Traktions- und Bremspaket" Hydrodrive plus Pritarder. Dazu kommt das KSM-Steuermodul für den externen Datenaustausch. Über das regeln Umbauer wie Maurer oder Stapel diverse Funktionen für den Einsatz auf dem Acker. Stapels "Agrotruck" verfügt beispielsweise über 580/65 R 22,5-Reifen vorn und 750/45 R 26,5-Pneus hinten, um 1,35 Meter Radhöhe zu generieren. Die sind auf dem Acker nötig. Dazu kombinieren die Münsterländer Niederdruck-Räder und eine Reifendruckfüllanlage, die den Druck in den Pneus binnen drei Minuten zwischen 1,0 bar fürs Feld und 4,5 bar für die Straße variiert.

Größter Vorteil von Truck zu Traktor: ein niedrigerer Preis - und eine höhere Lebensdauer. Für den 150.000 Euro teuren Agrotruck gibt Stapel rund 20.000 Arbeitsstunden an, was etwa einer Million Kilometer Laufleistung entspricht. Ein gleich starker Traktor kostet 50.000 Euro mehr und erreicht viel weniger Stunden, bevor er "ablegereif" ist. Bei reiner Agrararbeit hat der LKW natürlich das Nachsehen. Ackern können beide, nur auf verschiedenen Feldern.

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