Saubere Spezialisten!

Euro 6 brachte eine große Überarbeitung der Mercedes-Benz Spezialfahrzeuge
© Foto: Daimler

Euro 6 bringt auch bei Mercedes-Benz Special Trucks Neues: Stark überarbeitete Econic-Low-Entry-Fahrzeuge und ein Unimog-Programm mit zehn Typen


Datum:
19.04.2013
Autor:
Gregor Soller

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Wörth. Euro 6 bringt auch bei Mercedes-Benz Special Trucks Neues: Stark überarbeitete Econic-Low-Entry-Fahrzeuge und ein Unimog-Programm mit zehn Typen, die vom  U 216 bis zum Unimog U 5024  reichen. Alle Spezialisten sollen stärker, effizienter und komfortabler als die Vorgänger sein, obwohl Abgas- und Kühltrakt sowie Zusatzkomponenten bis zu 120 Liter mehr Bauvolumen beanspruchen und entsprechend auch Zusatzgewicht mit sich bringen. 

Bei den neuen Unimog-Geräteträgern ersetzen jetzt die Modelle U 216 und U 218 als kompakte Einstiegsmodelle den bisherigen Frontlenker U 20 und rücken näher an die Reihe der stärker motorisierten Versionen heran, die nun mit U 318, U 423, U 430, U 527 und U 530 heißen. Dabei gibt die erste Ziffer die Größenordnung an (beispiels­weise 4 entsprechend dem früheren Unimog U 400), die folgenden zwei Ziffern stehen wie bei den Daimler-LKW üblich, für die ersten Stellen der PS-Leistung, so 23 für 230 PS. Sie treten unter anderem mit einer komplett überarbeiteten Freisichtkabine an, neuen Systemen für Arbeits- und für Leistungshydraulik sowie dem synergetischen Fahrantrieb – dem Wechsel von Schaltgetriebe zu Hydrostat während der Fahrt. Eben­falls in wesentlichen Punkten weiter entwickelt wurden die hochgelände­gängigen Portalachser Unimog U 4000 und U 5000, die jetzt die Bezeichnungen U 4023 und U 5023 tragen.

Beim Econic gibt es weiterhin Zwei- und Dreiachsfahrgestellvarianten als 4x2, 6x4 und 6x2/4 mit elektrohydraulisch gelenkter Vor- und Nachlaufachse. Seine Low-Entry-Kabine wurde innen komplett überarbeitet, außerdem will Daimler  die Wirtschaftlichkeit durch Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs und der Reparatur- und Wartungskosten gesteigert haben. Trotz Euro VI soll die Nutzlast voll erhalten geblieben sein.

Neue Motoren wie angekündigt

Unter den Kabinen arbeiten drei Vier- und zwei Sechszylinder der Motorbaureihen OM 934 und OM 936, die 5,1 bis 7,7 Liter Hubraum aufweisen. Sie leisten zwischen 115 kW (156 PS) bis 260 kW (354 PS. Der Unimog soll so trotz des hohen konstruktiven Aufwands für Euro VI insgesamt effizienter und sparsamer  arbeiten. Für den Econic will Daimler gar einen Minderverbrauch von bis zu vier Prozent schaffen. Die Motoren – bereits bei Antos und Atego erfolgreich eingeführt - überzeugen mit mehr Leistung und Drehmoment bei deutlich gesteigertem Antritt über den gesamten Fahrbereich hinweg.

Wegen der teils kompakten Fahrgestelle (vor allem beim Unimog) wurde auf höchste Raumökonomie Wert gelegt, was die Entwickler vor anspruchsvolle Heraus­forderungen stellte. Neben der motorinternen Abgasrückführung erfolgt die Abgasreinigung durch ein nacheinander geschaltetes System bestehend aus Oxidationskatalysator, geschlossenem Partikelfilter, AdBlue-Eindüsung und SCR-Katalysator. Während sich das alles beim Econic gut unterbringen lies, wuchs den unimog-Geräteträgern eine kleine Haube, die mehr Volumen für die Nebenaggregate wie zum Beispiel die Klimaanlage bietet. Womit der neueste Geräteträger dem Ur-Unimog wieder ein kleines bisschen ähnlicher sieht. gs

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