Spezial-Unimogs für Rettungsdienst SAR

Die SAR-Unimogs treibt der 4,8-l-OM 924-Vierzylinder mit 218 Pferdestärken an
© Foto: Daimler

Mercedes lieferte vier Spezial-Unimog an den Rettungsdienst "SAR".


Datum:
27.07.2014
Autor:
Jan Burgdorf

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Hohe Dünen, felsige Steilküste, vor allem aber tiefer, nasser Sand. Das ist die normale Umgebung der vier neuen Unimog U 4000, die Daimler kürzlich an die SAR (Search and Rescue)- Stationen entlang der dänischen Küste geliefert hat. Denn im Falle eines Unfalls auf See oder bei der Suche nach vermissten Schwimmern müssen die Retter schnellstmöglich zum Einsatzort gelangen. Und der liegt nahezu immer im unwegsamen Gelände. Dafür sind die "Mogs" dank hoher Bodenfreiheit, kurzem Radstand und Portalachsen gut gerüstet. Wenn´s hart auf hart kommt, verkraften die Doppelkabinen mit ihrem nach oben verlegten Auspuffrohren auch bis zu 1,20 Meter tiefes Wasser und können sogar direkt in die Dünung oder ins Watt fahren.

SPEZIAL-AUSSTATTUNG INNEN UND AUSSEN

Auf Sand vereitelt dagegen eine Reifendruck-Kontrollanlage, dass die Retter nicht selbst zu Hilfebedürftigen werden: Sollte sich der Allrader doch mal eingraben, lässt sich der Luftdruck per Knopfdruck auf 1,2 Bar absenken, wodurch die Reifen bis zu 50 Prozent mehr Fläche und Grip bekommen. Frontseilwinde und Anhängekupplung runden die äußere Ausstattung ab. Innerhalb des Kofferaufbaus verstecken sich ein Radarsystem sowie Infrarot-Wärmebildkameras, die auch bei Dunkelheit die Ortung vermisster Personen ermöglichen. Dabei helfen zusätzlich die beiden großen Bildschirme im Fahrerhaus, über die auf "Google Earth" sowie auf ein automatisches Identifikationssystem zugegriffen werden kann, das alle großen Schiffe und Frachter in Küstennähe erfasst.

Bis zu 20 Hilferufe gehen bei der dänischen SAR übrigens monatlich ein. Um die möglichst schnell "abzuarbeiten" hilft auch die Höchstgeschwindigkeit der Rettungs-Mogs von bis zu 110 km/h. Falls sich mal ein befestigter Abschnitt Küstenstraße finden sollte.

HASHTAG


#Unimog

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