BGL warnt: Steigende Dieselpreise belasten Transportunternehmen

30.03.2026 10:26 Uhr | Lesezeit: 1 min
Person nimmt Zapfhahn aus der Tanksäule
Tanken wird nicht nur für den Privatverbraucher teurer. Auch Transportunternehmen, die Waren mit ihren Lkw transportieren, merken die Folgen des Iran-Kriegs deutlich. Das gefährdet die Liquidität der Unternehmen, denn die Mehrkosten sind hoch, wie der BGL vorrechnet (Symbolbild)
© Foto: mikemobil2014-stock.adobe.com

Der BGL rechnet vor, dass sich pro Lkw für die Branche Mehrkosten von mehr als 1000 Euro im Monat ergeben. Er schlägt Maßnahmen vor, um gegenzusteuern.

Der starke Anstieg der Dieselpreise belastet das Speditions- und Transportgewerbe stark: Seit Beginn des Iran-Kriegs sei der Preis um rund 40 Cent pro Liter gestiegen, sagte Dirk Engelhardt, Chef des Bundesverbands Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL).

Er rechnet vor:

  • Setzt man eine monatliche Fahrleistung von 10.000 Kilometern und
  • einen Verbrauch von 30 Litern pro 100 Kilometer voraus,
  • ergeben sich für einen Lkw Mehrkosten von gut 1200 Euro pro Monat.

Hat ein Transportunternehmen eine

  • Flotte von 50 Fahrzeugen, summiere sich dies auf
  • mehr als 700.000 Euro im Jahr, falls die Preise so bleiben würden.

„Dass dies früher oder später Auswirkungen auf die Verbraucherpreise haben könnte, ist naheliegend“, so Engelhardt.

BGL sieht Lieferketten in Gefahr: Schnelle und unbürokratische Maßnahmen erforderlich

Die Transportbranche fordert angesichts der stark gestiegenen Dieselpreise kurzfristige staatliche Entlastungen. Nötig seien laut Engelhardt schnelle und unbürokratische Maßnahmen, um die Liquidität der Unternehmen zu sichern und Lieferketten aufrechtzuerhalten.

Gefordert wird unter anderem:

  • Eine Dieselpreisbremse, um die Belastung der Betriebe zu begrenzen und Insolvenzen im Mittelstand zu verhindern. Denkbar sei zudem,
  • die CO2-Abgabe auf Diesel zu erstatten oder
  • die CO2-Komponente der Lkw-Maut auszusetzen.

Die Maßnahmen müssten aber zielgerichtet und direkt bei den Transportunternehmen ankommen, das sei wichtig.

Dieselfloater: Absicherung fehlt vielen kleineren Transporteuren

Viele Unternehmen nutzen sogenannte Dieselfloater, um sich gegen Preisschwankungen abzusichern, so der BGL. Das seien einzelvertraglich vereinbarte Preisgleitklauseln, die in beide Preis-Richtungen wirken.

Problem in der aktuellen Situation: Die Klauseln würden oft zeitverzögert greifen und könnten die aktuellen Belastungen nur begrenzt abfedern. „Viele kleine Transportunternehmen hingegen verfügen erst gar nicht über derartige Absicherungsmechanismen - die Kosten schlagen dort unmittelbar durch“, betonte BGL-Chef Engelhardt.

HASHTAG

#Dieselpreise


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