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NRW: Spritpreis-Protest von Lkw-Fahrern fällt kleiner aus als erwartet

Ein Teilnehmer der Demonstration gegen die aktuellen Kraftstoffpreise in der Kölner Innenstadt
© Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/picture alliance

Gestiegene Spritpreise treffen Spediteure und Logistikunternehmen hart - entsprechend groß ist der Unmut bei vielen Lkw-Fahrern. Eine geplanter Lkw-Protest in Nordrhein-Westfalen fiel allerdings kleiner aus als angekündigt.


Datum:
17.03.2022
Autor:
Stephanie Noll/dpa
Lesezeit: 
3 min
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Mehrere Lastwagenfahrer haben am Mittwoch ihrem Unmut über gestiegene Spritpreise mit Protestfahrten und kurzen Blockaden in Nordrhein-Westfalen Luft gemacht. Nach deutlichen Warnungen der Polizei wurde eine für Autobahnen bei Köln angekündigte Blockier-Aktion aber abgeblasen.

Aktionen in Dortmund und Gelsenkirchen

Laut Polizei brachten Lastwagenfahrer allerdings auf mindestens zwei Autobahnen im Ruhrgebiet den Verkehr kurzfristig aus dem Takt: Auf der A 2 bei Dortmund bremsten laut Polizei drei Laster den Verkehr bis zum Stillstand runter. Nach circa fünf Minuten setzten sie die Fahrt im Schritttempo fort. Es habe einen erheblichen Rückstau gegeben, in dem es zu drei Unfällen mit Blechschaden kam, wie die Polizei am Abend mitteilte.

Ein Lkw-Fahrer sei anschließend von der Polizei angehalten worden. Die Polizei stellte sein Fahrzeug und seinen Führerschein sicher. Den 57-Jährigen erwarte ein Strafverfahren wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Bei Gelsenkirchen versperrten nach Angaben der Polizei drei Lkw die A 42. Die Polizei prüft zudem, ob auch auf der A 1 in Hagen fünf Lastwagen an einer Protestaktion beteiligt waren.

Ursprünglich hatten auch auf dem vielbefahrenen Kölner Autobahnkreuz Heumar laut Initiator des dortigen Spritpreis-Protests bis zu 30 Lastwagenfahrer den Verkehr stören wollen, wie Spediteur Gerd Fischer im Vorfeld ankündigte.

Teilnehmern drohen Ordnungswidrigkeiten oder Strafanzeigen

Weil Versammlungen auf Autobahnen verboten seien und dadurch erhebliche Verkehrsbeeinträchtigungen zu erwarten seien, schaltete sich daraufhin die Polizei mit deutlichen Worten ein. „Teilnehmern dieser Aktion drohen Ordnungswidrigkeiten- oder Strafanzeigen. Sogenannte „Autokorsos“ auf Autobahnen werden aufgelöst“, teilte sie mit. Dem Initiator der Aktion sei eine sogenannte Gefährderansprache erteilt worden.

Wegen der Strafbarkeit der Aktion habe man verzichtet, sagte daraufhin der Initiator des Kölner Spritpreis-Protests Fischer. Rund zwölf Lkw fuhren stattdessen durch die Kölner Innenstadt. Die Polizei begleitete den Demonstrationszug mit Motorrädern und Autos. Verkehrsbeeinträchtigungen der umliegenden Autobahnen und im Stadtgebiet habe es in diesem Zusammenhang nicht gegeben, teilte die Polizei nach Abschluss der Aktion bei Twitter mit.

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