Österreich schränkt Ruhezeiten von Lkw-Fahrern wieder ein

Bezüglich der Ruhezeiten von Lkw-Fahrern gelten in Österreich wieder die üblichen EU-Vorschriften
© Foto: Johannes Rigal/Euroluftbild/picture-alliance

Die Bundesregierung in Wien hat einige Ausnahmen für den Straßengüterverkehr in der Corona-Krise rückgängig gemacht. Die Lockerung der Lenkzeiten gilt allerdings weiterhin.


Datum:
14.04.2020
Autor:
Stefan May/André Gieße
Lesezeit: 
3 min

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Österreich hat beschlossen, die in der Corona-Krise zwischenzeitlich gelockerten Lenk- und Ruhezeiten für Lkw-Fahrer wieder schrittweise zu normalisieren. Gemäß einem Erlass des Innen- und Arbeitsministeriums gelten landesweit seit dem 11. April 2020 wieder die Ruhezeit-Vorschriften der Verordnung (EG) Nr. 561/2006. Das heißt, Lkw-Fahrer  müssen nun wieder verpflichtend elf Stunden am Tag (zuvor vorübergehend neun Stunden) und 45 Stunden pro Woche (zuvor vorübergehend 24 Stunden) ihre Arbeit unterbrechen. Darüber hinaus müssen sie auch wieder nach viereinhalb Stunden eine Pause machen (zuvor vorübergehend nach fünfeinhalb Stunden).

Laut dem österreichischen Erlass dürfen Lkw auch weiterhin an Wochenenden fahren und es gelten nach wie vor die Corona-Ausnahmen bei den Lenkzeiten: Die tägliche Lenkzeit darf demnach 11 Stunden nicht überschreiten und die wöchentliche Lenkzeit nicht über 60 Stunden liegen. Die summierte Gesamtlenkzeit während zweier aufeinander folgender Wochen dürfe 100 Stunden nicht überschreiten, hieß es. Diese Neuregelung der Ausnahmen gilt für nationale und internationale Transporte bis 31. Mai 2020.

Regelungen auch im Interesse der Lkw-Fahrer

Die vorübergehenden Änderungen wurden vorgenommen, damit die Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs und medizinischem Material sichergestellt werden können. „Die weiter bestehenden Ausnahmen sind notwendig, damit die Versorgung der Bevölkerung weiter reibungslos funktioniert, sagte Klimaschutzministerin Leonore Gewessler. „Sie sind auch im Interesse der Lkw-Lenkerinnen und -Lenker. Wenn sie an zum Beispiel Grenzübergängen längere Stehzeiten haben, können sie danach trotzdem nach Hause fahren und im eigenen Bett schlafen statt im Lkw.“

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