Nach dem Rückgang der Rohölpreise zeigen sich erstmals leichte Entlastungen an den deutschen Tankstellen, so die dpa: Wie der ADAC mitteilt, tendierten die Kraftstoffpreise am Montagvormittag leicht nach unten. Bereits über das Wochenende waren Benzin und Diesel etwas günstiger geworden. Der Verkehrsclub hofft nun auf weitere Preisnachlässe in den kommenden Tagen.
„Der rückläufige Ölpreis scheint also langsam bei den Kraftstoffpreisen anzukommen“, sagte ein Sprecher des ADAC.
Auch Daten des Tankstellenportals Tankerkönig deuteten am Montag auf eine leicht rückläufige Entwicklung bei den Kraftstoffpreisen hin.
Benzin und Diesel im Vergleich zu Donnerstag günstiger
Nach Angaben des ADAC kostete ein Liter Super E10 im bundesweiten Tagesdurchschnitt am Sonntag, den 26.07.2026, 2,157 Euro. Für einen Liter Diesel wurden durchschnittlich 2,21 Euro fällig. Damit lagen die Preise jeweils rund einen Cent unter dem Niveau vom vergangenen Donnerstag.
Damals hatte die für Europa maßgebliche Rohölsorte Brent noch mehr als 100 US-Dollar je Barrel (159 Liter) gekostet. Seitdem sind die Ölpreise jedoch stark gefallen, wie die dpa mitteilt.
Ölpreis wirkt sich bislang nur begrenzt auf Kraftstoffpreise aus
Der Ölpreis gilt als zentraler Faktor für die Entwicklung der Spritpreise. In den vergangenen Wochen war der Zusammenhang jedoch weniger deutlich sichtbar als üblich. Vor allem bei Benzin schlugen Veränderungen am Rohölmarkt nur vergleichsweise schwach an den Zapfsäulen durch, so die dpa..
So verteuerte sich Rohöl seit Mitte Juli deutlich. Die Spritpreise stiegen im gleichen Zeitraum allerdings lediglich um einige Cent.
Auch Raffinerien und Wechselkurse beeinflussen die Preise
Neben den Notierungen am Rohölmarkt wirken sich weitere Faktoren auf die Preisentwicklung aus. Dazu zählen unter anderem die verfügbaren Raffineriekapazitäten sowie Wechselkursbewegungen.
ADAC hält das Preisniveau weiterhin für zu hoch
Trotz der jüngsten Entspannung an den Tankstellen bewertet der ADAC die aktuellen Kraftstoffpreise weiterhin kritisch: Aus Sicht des Verkehrsclubs bewegen sich die Preise „bereits seit Wochen auf einem zu hohen Niveau“. Der aktuelle Rückgang beim Ölpreis lasse jedoch hoffen, „dass auch die Kraftstoffpreise zeitnah spürbar sinken werden“.
Deutliche Mehrkosten gegenüber der Zeit vor dem Iran-Krieg
Auch nach den jüngsten Preisnachlässen liegen die Kosten für Kraftstoff weiterhin deutlich über dem Niveau vor Beginn des Iran-Krieges. Ein Liter Super E10 ist aktuell knapp 38 Cent teurer, Diesel kostet gut 46 Cent mehr.
Für Autofahrer bedeutet das bei einer Tankfüllung von 50 Litern zusätzliche Kosten von rund 19 Euro bei Super E10 beziehungsweise etwa 23 Euro bei Diesel.