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Verband MOLO: Steigende Kraftstoffpreise als Gefahr für Transportwirtschaft

Die Preise für Kraftstoffe steigen stark. Das könnte für Transporteure existenzbedrohend werden, so ein Verband (Symbolbild)
© Foto: Freddy Czaja/VerkehrsRundschau

Der Dachverband der Mobilitäts- und Logistikbranche Rheinland-Pfalz sieht die Existenzen von Transportunternehmen durch die Energiepreisentwicklung bedroht.


Datum:
08.03.2022
Autor:
Marie Christin Wiens
Lesezeit: 
2 min
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Mainz. Der Dachverband der Mobilitäts- und Logistikbranche Rheinland-Pfalz (MOLO) warnt, dass durch die aktuelle Entwicklung der Energiepreise die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen mittelständischen Transportunternehmen bedroht sei. Die Preisexplosion werde zunehmend eine Gefahr für die Existenz der Unternehmen.

Unterstützung von der Landesregierung gefordert

Der Mittelstandsverband hat sich in einem Brandbrief direkt an die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer gewandt und Unterstützung seitens der Landesregierung gefordert. Er vertritt unter anderem Güterkraftverkehrs-, Logistik, Omnibus- und Taxiunternehmen in Rheinland-Pfalz.

“Unsere Unternehmen stehen im knallharten Wettbewerb mit mittel- und osteuropäischen Unternehmen, die in ihren Heimatländern deutlich billiger tanken können“, sagt Heiko Nagel, Geschäftsführer von MOLO.

Sein Geschäftsführerkollege Guido Borning ergänzt: “Obwohl die gesamte Verkehrsbranche bereits seit Wochen auf die Problemlage aufmerksam macht, ist man doch sehr enttäuscht, dass keinerlei Signale seitens der Politik kommen. Die Einführung von Gewerbediesel könnte die Situation deutlich entschärfen.“

Klage über Preisverfall an Frachtenbörsen

Trotz anhaltender Coronakrise und dem Krisenherd in Osteuropa stellen die Unternehmen und Beschäftigten der Transport- und Logistikbranche die Versorgung und Mobilität von Bevölkerung und Wirtschaft sicher, so die beiden Geschäftsführer. Keiner brauche Angst davor zu haben, dass die Regale in den Supermärkten leer seien.

“Um dies zu gewährleisten, arbeiten viele unserer Betriebe zum Teil rund um die Uhr, auch am Wochenende. Um dies auch in Zukunft sicherstellen zu können, brauchen unsere Unternehmen allerdings faire Rahmenbedingungen. Dass einige Verlader und Spediteure die freien Laderaumkapazitäten am Markt aktuell nutzen, um Transporte zu Dumpingpreisen anzubieten ist beschämend“, beklagt Borning den starken Preisverfall in den Frachtenbörsen trotz Kostenexplosion.

Die täglich neuen Höchststände bei den Treibstoffkosten würden auch die wirtschaftliche Existenz von vielen Busunternehmen gefährden, so der Verband. “Durch die Dieselpreisexplosion in den letzten Tagen drohen massive Einschnitte im ÖPNV oder der Wegfall von Schulverkehren“, warnt Nagel. “Die Situation hat sich mittlerweile bereits so zugespitzt, dass Unternehmen auch bereits über Anträge zur Entbindung von der Bedienpflicht nachdenken“, erklärt Borning. (mwi)

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