Volvo Trucks hat eine neue globale Verbrennungsmotorenplattform vorgestellt und damit die bislang kraftstoffeffizientesten Motoren des Unternehmens präsentiert. Die zwei neu entwickelten 13‑Liter‑Aggregate sind für flüssige und gasförmige alternative Kraftstoffe ausgelegt – einschließlich künftiger Wasserstoffanwendungen – und sollen ab 2026 in mehreren Lkw‑Baureihen verfügbar sein.
Der Hersteller sieht den Verbrennungsmotor weiterhin als wichtigen Bestandteil seiner Antriebsstrategie. Die neuen Motoren kombinieren laut Volvo höhere Leistung, geringeren Kraftstoffverbrauch, niedrigere Emissionen, einen reduzierten Geräuschpegel sowie eine verbesserte Fahrbarkeit.
In Verbindung mit aktuellen Effizienztechnologien von Volvo Trucks können die neuen Motoren den Kraftstoffverbrauch um bis zu vier Prozent gegenüber der Vorgängergeneration senken. Zusammen mit dem Volvo Aero‑Fahrerhaus, das bereits seit 2024 im Einsatz ist, ergeben sich zusätzliche Verbrauchsvorteile, die laut Hersteller erstmals einer größeren Kundengruppe zur Verfügung stehen.
Technisch setzt Volvo bei der neuen Plattform auf zahlreiche Weiterentwicklungen. Dazu gehören eine leistungsstärkere Motorbremse, neue Zylinder‑ und Turboladerkonzepte sowie eine aktualisierte Version des Volvo I‑Shift‑Getriebes. Sowohl Diesel‑ als auch Gasmotorvarianten bieten zudem höhere Drehmomentwerte, was sich positiv auf Fahrkomfort und Effizienz auswirkt.
Viele Versionen des Dieselmotors sind außerdem mit der I‑Roll‑Funktion inklusive Motor‑Stopp/Start kompatibel. Dadurch kann der Motor bei Bergabfahrten automatisch abgeschaltet werden, was den Verbrauch weiter senkt.
Die neue Motorengeneration ist Bestandteil der Drei‑Säulen‑Strategie von Volvo Trucks. Diese umfasst batterieelektrische Fahrzeuge, Brennstoffzellen‑Elektrofahrzeuge sowie Verbrennungsmotoren für erneuerbare Kraftstoffe. Ziel des Unternehmens ist es, bis 2040 Netto‑Null‑Emissionen zu erreichen.
Die neuen Motoren kommen in den Baureihen Volvo FM, FMX, FH und FH Aero zum Einsatz. Der Verkaufsstart ist für das dritte Quartal 2026 geplant. Die Markteinführung erfolgt stufenweise – zunächst in Europa, Marokko, der Türkei und Indien, später in Nord‑ und Lateinamerika, Asien und Afrika.