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Warnstreik bei Lufthansa Cargo

Am Mittwoch, 27. Juli, könnten Verzögerungen und Flugausfälle das Treiben an den deutschen Flughäfen bestimmen - bei der Kranich-Airline wird gestreikt
© Foto: Hady Khandani/picture alliance/dpa-Zentralbild/dpa

Es knirscht nicht nur an den Häfen: Auch bei den Bodenbeschäftigten des Lufthansa-Konzerns, so etwa bei den Beschäftigten der eigenen Luftfracht-Tochter, streiten Gewerkschaft und Unternehmer um die Bezahlung. Die erste Arbeitsniederlegung ist für den 27. Juli angesetzt.


Datum:
26.07.2022
Autor:
Janis Leonhardt/Stefanie Schuhmacher
Lesezeit: 
2 min
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Die Gewerkschaft Verdi ruft die Bodenbeschäftigten von Lufthansa Cargo und weiteren Tochtergesellschaften des Kranich-Konzerns zu einem ganztägigen Warnstreik am Mittwoch, 27. Juli, auf. Davon betroffen sind die Standorte in Frankfurt/Main, Düsseldorf, Köln, Hamburg, München, Berlin und weiteren Städten. Der Warnstreik beginnt am Mittwoch, 27. Juli, ab 3.45 Uhr und endet Donnerstag, 28. Juli, um 6 Uhr.

Durch den Warnstreik kann es zu größeren Flugausfällen und Verzögerungen kommen, die sowohl Passagiere als auch Fracht betreffen könnten. Angesichts der Überlastung der Beschäftigten aufgrund erheblichen Personalmangels, der hohen Inflation und einem dreijährigen Lohnverzicht bat die Verdi-Verhandlungsführerin Christine Behle Passagiere um Verständnis. Hintergrund der Aktion sind die laufenden Tarifverhandlungen für die rund 20.000 Beschäftigen am Boden – bei Lufthansa Cargo, Lufthansa AG, Lufthansa Technik und weiteren Konzernteilen. In der zweiten Verhandlungsrunde am 13. Juli hatte die Unternehmerseite ein Angebot vorgelegt, das unter den betroffenen Verdi-Mitgliedern in den vergangenen Tagen diskutiert und den Informationen der Gewerkschaft nach als unzureichend kritisiert wurde.

 

Das Angebot der Arbeitgeber umfasst drei Varianten, die jeweils aus Festbeträgen und einer ergebnisabhängigen Komponente (zum ersten Juli 2023) bei einer Laufzeit von 18 Monaten bestehen. Die Arbeitgeber äußerten in den Verhandlungen außerdem den Wunsch nach Flexibilisierung der Arbeitszeit. Für Behle gleicht das Angebot die Inflation nicht annähernd aus, angesichts der aktuellen Preissteigerungen würde es einen deutlichen Reallohnverlust bedeuten. Zudem sei insbesondere die ergebnisabhängige Komponente ein Blankocheck für eine ungewisse Zukunft der Beschäftigten. Des Weiteren strebt die Gewerkschaft eine Laufzeit des neuen Tarifvertrags von 12 Monaten an.

Neben 9,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 350 Euro monatlich, soll der Stundenlohn laut Verdi-Forderungen für die jeweiligen Beschäftigtengruppen mindestens 13 Euro betragen – was unter anderem bei Lufthansa Cargo noch nicht überall der Fall sei, so die Gewerkschaft. Die nächste Verhandlungsrunde zwischen den Tarifpartnern findet am 3. und 4. August 2022 in Frankfurt am Main statt. (jl/ste)

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