Die Elektrifizierung des Straßengüterverkehrs gilt als eine der zentralen Herausforderungen der Logistikbranche. Wie ein mittelständisches Unternehmen diesen Wandel bereits heute umsetzt, zeigt Wessels Logistik im nordrhein-westfälischen Rhede. Der Logistikdienstleister kombiniert eigene Stromerzeugung, Energiespeicher, Ladeinfrastruktur und elektrische Nutzfahrzeuge zu einem integrierten Energiekonzept.
Vertreter aus Politik und Energiewirtschaft, darunter NRW-Verkehrs- und Umweltminister Oliver Krischer, informierten sich Ende August vor Ort über das Projekt.
Eigenstrom für die Transportflotte
Kern des Konzepts ist eine Photovoltaikanlage auf den Unternehmensgebäuden, die in Verbindung mit einem Batteriespeicher und mehreren Ladestationen den Betrieb der E-Lkw unterstützt.
Mit dem selbst erzeugten Solarstrom könnten die elektrischen Nutzfahrzeuge theoretisch rund 375.000 Kilometer pro Jahr zurücklegen. Der Strom wird dabei möglichst direkt vor Ort genutzt und gespeichert.
Fuhrpark wird schrittweise elektrifiziert
Wessels Logistik betreibt einen Fuhrpark mit mehr als 100 Nutzfahrzeugen und setzt zunehmend auf batterieelektrische Antriebe. Bereits heute sind 16 E-Lkw im Einsatz.
Bis Ende 2028 sollen weitere Fahrzeuge hinzukommen. Parallel plant das Unternehmen den weiteren Ausbau seiner Ladeinfrastruktur.