Winter-Tipps für den Truck

Winterzeit ist Pannenzeit, so der ADAC Truckservice
© Foto: ADAC Truckservice

Der ADAC Truckservice gibt Tipps zur Pannenvorbeugung und wie man die Klassiker unter den Winterpannen vermeidet.


Datum:
04.11.2019
Autor:
Felix Altmann
Lesezeit: 
2 min

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Laichingen. Der ADAC Truckservice hat für die bevorstehenden Wintermonate wichtige Tipps für Spediteure und Fahrer veröffentlicht. Das A und O im Winter ist demnach die richtige Bereifung. Bei Glätte, Schnee oder Matsch sind Winterreifen an allen permanent angetriebenen Antriebsachsen von Fahrzeugen über 3,5 Tonnen Pflicht. Die gesetzlich vorgeschriebene Profiltiefe liegt bei 1,6 Millimetern. Besser seien 4 Millimeter Restprofil und mindestens eine mit 6 Millimetern Restprofil ausgestattete Antriebsachse. Beim Radwechsel sollten nach 50 bis 100 Kilometern die Radmuttern nachgezogen werden. Außerdem ist es ratsam, die Schneeketten zu kontrollieren und das Anlegen der Ketten zu trainieren. Letzteres fordert selbst erfahrene Lkw-Lenker immer wieder heraus.

Neben dem Profil ist für guten Grip vor allem die Kontrolle des Reifendrucks wichtig, so der ADAC. Ist er zu hoch oder zu gering, setzt sich das Profil schneller zu, der Bremsweg verlängert sich und das Fahrzeug kommt leichter ins Rutschen. Zudem steigt der Spritverbrauch, die Reifen verschleißen schneller oder platzen sogar. Die Strafen für nicht angepasste Bereifung liegen bei 60 Euro, 80 Euro werden bei Behinderung und 120 Euro bei einem Unfall fällig, jeweils zuzüglich eines Punkts.

Wer im Ausland unterwegs ist, sollte sich über die Rechtsvorschriften bezüglich Winterreifen und Schneeketten auf der Route schlau machen, denn diese variieren in Europa teilweise erheblich. Bei Missachtung nationaler Winterreifenpflichten drohen teilweise drastische Strafen bis hin zu Einreiseverboten, Führerscheinentzug und Bußgeldern bis zu 5000 Euro.

Klassische Winterpannen: Batterie, Licht, Bremse

Viele elektrische Verbraucher und die höhere Belastung beim Anlassen eines kalten Dieselmotors fordern die Batterie zusätzlich. Meist zeigt sich schon am ersten richtig kalten Tag, ob die Batterie noch genügend Kraft hat. Stimmt die Säuredichte, können selbst hohe Minusgrade der Batterie nichts anhaben. Um ein Versagen der Bremse zu verhindern, müssen der Frostschutz im Bremssystem geprüft und die Entwässerungsventile an Druckluftkesseln proaktiv betätigt werden.  

Anfällig für Korrosion infolge von Nässe und Salz sind alle Verbindungsteile aus Metall. Kabel mit Scheuerstellen, Batterieübergabepunkte oder Anhängersteckdosen sollten zur Vorbeugung regelmäßig gecheckt und gründlich gereinigt werden. Ein wachsames Auge sollte der Fahrer auf gesplittertes Plastik oder poröse Dichtungen haben, durch die Feuchtigkeit in die Lampen eindringen und einen Kurzschluss verursachen kann. Außerdem gilt: Die Klimaanlage auch im Winter ab und zu einschalten, das hält die Dichtungen geschmeidig und garantiert, dass sie am ersten heißen Tag auch funktioniert. (fa)

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