Renault Optifuel Award: Ein wenig verwachst

Der neue Renault T 460 diente als Fahrzeug für die 28 Wettbewerbsteilnehmer aus Europa
© Foto: Renault Trucks/G. Hesse

Was im Mai mit dem Optifuel Award in Schlotheim begann, fand jetzt seine Fortsetzung in Frankreich: das Finale der internationalen Optifuel Challenge 2014 von Renault.


Datum:
24.11.2014
Autor:
Gerhard Gruenig

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Die Freude und der Jubel waren riesig. Die Teams von Bartkowiak und Fehrenkötter konnten sich Ende Mai in der deutschen Ausscheidung des Optifuel Award gegen zehn weitere Konkurrenten-Teams durchsetzen. Lohn der Mühe war die Teilnahme an der internationalen Ausscheidung Ende Oktober in Nizza.

Während in Deutschland die Teamleistung von Fahrer, Disponent und Firmenchef gefragt war, lag es in Frankreich an den beiden Fahrern Andreas Batzel von der Spedition Bartkowiak sowie Rolf Girndt von der Spedition Fehrenkötter. Andreas und Rolf traten in den Ring gegen 26 andere Konkurrenten aus insgesamt 15 Ländern.

Die 28 Finalisten hatten sich zuvor unter 6000 Fahrern beweisen müssen. Insgesamt beteiligten sich über 1200 Unternehmen an der Optifuel Challenge um den Titel des effizientesten Renault-Fahrers. Die Optifuel Challenge existiert seit 2012 und unterscheidet sich in den nationalen Ausscheidungen von ähnlichen Bewerbern der Marktbegleiter, weil eine Gesamtleistung gefragt ist. So mussten in der deutschen Ausscheidung unter anderem Disponent und Unternehmer einen Transportauftrag möglichst ökonomisch organisieren, für Fahrer und Disponent galt es, eine Rangierübung möglichst schnell und fehlerfrei zu bestehen - es war also Teamleistung gefragt.

Bei der Endausscheidung wurden die Karten neu gemischt, und der Fahrer trat in den Fokus. Zunächst mussten die Chauffeure in 15 Minuten 15 Theoriefragen zum ökonomischen Fahren sowie zum neuen Renault T 460 Optifuel mit DTI11-Motor und 460 PS - dem Wettbewerbsfahrzeug für alle - beantworten. Anschließend legten alle 28 Finalisten einen 30-minütigen Straßenkurs zurück und sollten nicht nur sparsam, sondern auch möglichst schnell fahren.

Um Chancengleichheit zu schaffen, wurde die Fahrerreihenfolge ausgelost. Alle Fahrzeuge waren optimal vorbereitet - warmgefahren, Reifendrücke und Spoilereinstellungen korrekt eingestellt. Zusätzlich begleitete ein Referenzauto den aus jeweils acht Fahrzeugen bestehenden Tross, um Änderungen durch Verkehr und Wetter abgleichen zu können. Bei der Ankunft wurden die Fahrdaten (Häufigkeit der Bremsungen, Fahrzeit ohne Pedalbetätigung, Verbrauchsanteil im grünen Bereich), die Geschwindigkeit und der Kraftstoffverbrauch mithilfe der in den Fahrzeugen integrierten Renault-Analysesoftware "Optifuel Infomax" ausgelesen.

AM ENDE WAREN DIE FRAGEN ZÜNGLEIN AN DER WAAGE

Der Fahranteil betrug am Ende 90 Prozent, die Fragerunde 10 Prozent. Für Verkehrsverstöße wie Abstandsunterschreitungen oder Geschwindigkeitsübertretungen gab es Strafpunkte.

Solche Strafpunkte blieben Rolf und Andreas erspart. Trotzdem reichte es trotz sehr guter Ergebnisse bei der Verbrauchsfahrt nicht zu einem der Top-Plätze. "Wir haben bei den Fragebögen ein wenig verwachst", ärgerte sich Andreas. Und Rolf hatte auch gleich die Erklärung parat: "Da waren eine Menge Fragen zum neuen T-Modell mit dabei. Ich bin aber immer noch Premium-Fahrer und hab' den T bislang erst einmal gefahren - nämlich bei der Deutschland-Ausscheidung. Da ging das Fahren echt gut. Aber allzuviel weiß ich noch nicht vom neuen Renault."

Enttäuscht sind die beiden trotzdem nicht. "War doch eine schöne Sache, in Deutschland als Teil eines der beiden Gewinnerteams in die nächste Runde einzuziehen", sagt Andreas und lacht. "Und hier in Nizza haben wir drei wunderschöne Tage verbracht und jede Menge Spaß gehabt!"

Klingt, als würde die nächste Optifuel Challenge auf jeden Fall wieder mit den Speditionen Bartkowiak und Fehrenkötter an den Start gehen. "Auf jeden Fall", ist sich Geschäftsführer Andreas Manke sicher. "Die Chance auf einen T für ein Jahr für unser Unternehmen und 8000 Euro Preisgeld für Andreas können wir uns doch nicht entgehen lassen."

Den Film zur Challenge finden Sie hier.

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