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Reportage: Bewegte Wände für Urlaubsstrände

20.05.2020 15:00 Uhr | Lesezeit: 5 min
Reportage: Bewegte Wände für Urlaubsstrände
Selbst auf vermeintlich hindernisfreien Nebenstraßen ist ein Begleitfahrzeug zur Absicherung für jeden Großtransport wichtig
© Foto: Rickes Transporte

Großtransporte wie überbreite Mobilheime erfordern gute Planung wie Nervenstärke. Damit hat das Team von Rickes Transport Erfahrung und lädt oft an Orten ab, wo andere sonst Ferien machen.

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Der Herbst zeigt sich in der Lübecker Bucht selten von der freund­lichen Seite. Am Strandweg, wo die beiden Fahrer ihre Sattelzüge geparkt haben, peitscht der Wind, kurz vor Sonnen­aufgang wird der Regen stärker. Schon am gestrigen Nachmittag haben die beiden Großtransporte den Rastplatz an der A 1 erreicht, wo Michael Gellen, Disponent der Rickes Transport GmbH in Straelen, mit der örtlichen Polizeidienststelle telefoniert und um einen Termin zur Abholung gebeten hat. „Da führt kein Weg dran vorbei, das ist Vorschrift. Und wir müssen uns nach dem Zeitplan der Behörden richten“, erklärt der Niederrheiner. Schon seit einigen Wochen fahren er und sein dreiköpfiges Team einmal die Woche mit je zwei Mobilheimen von der holländischen Grenze nach Schashagen. 40 neue Minihäuser sollen dort am Camping und Ostseeferienpark Walkyrien aufgestellt werden. Marcus „Schmelle“ Schmeller und sein Kollege sind bereits zwei Tage zuvor, abends gegen 22 Uhr,  mit ihren DAF- und Volvo-Lkw los, um die 545 Kilometer hinter sich zu bringen.

„Das ist zwar viel Autobahn, aber du weißt vorher nie, was dich erwartet. Etwa, ob die Baustelle von letzter Woche jetzt immer noch breit genug ist, um den Auflieger mit dem fünf Meter breiten Haus durchzusteuern, erklärt „Miro“ Czyryca, während er die dicken Haken der Sicherungsketten löst. Schon bei der ersten Fuhre hatten sie Glück – ein behördlicher Mitarbeiter hatte die beiden begleitet. An einer engen Baustelle war kein Durchkommen, runter von der Autobahn war die einzige Lösung. „Er hat dafür gesorgt, dass wir durch den Ort kamen.An sämtlichen Kreisverkehren mussten wir wie so oft die Verkehrszeichen drehen. Sonst wären die Dinger platt und wir dran.“ Die Auflieger nahe an den Aufstell­ort der 13 Meter langen Häuschen zu fahren, ist heute Morgen keine Option. Die Zufahrten im Ostseeferienpark haben sich in Matsch verwandelt, an ein Wenden oder Manövrieren ist im beladenen Zustand nicht zu denken. Schmelle stellt sein Fahrzeug mit dem Heck zum Strand, wo das Gelände abfällt, um so das Abladen des über zwölf Tonnen schweren Ferienhäuschens zu vereinfachen.

Disponent Michael Gellen (2. v. l.) und sein Team sind trotz Wind und Wetter stets bei der Sache
© Foto: Rickes Transporte

Die Auflieger nahe an den Aufstell­ort der 13 Meter langen Häuschen zu fahren, ist heute Morgen keine Option. Die Zufahrten im Ostseeferienpark haben sich in Matsch verwandelt, an ein Wenden oder Manövrieren ist im beladenen Zustand nicht zu denken. Schmelle stellt sein Fahrzeug mit dem Heck zum Strand, wo das Gelände abfällt, um so das Abladen des über zwölf Tonnen schweren Ferienhäuschens zu vereinfachen.

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