Showtruck Black Warrior: Schwarze Magie

Bei der Arbeit bleiben die Lichter des Black Warrior natürlich aus
© Foto: Felix Jacoby

So lässt sich Werbung sehen: Enrico Single steuert den neuen "Berg"-Truck.


Datum:
16.06.2014
Autor:
Felix Jacoby

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Zu den Pionieren der LKW-Verschönerung in Deutschland gehört Ernst Auhuber. Sein früherer Scania 143 "Red Warrior", mittlerweile längst in Griechenland verendet, ist vielen Fans noch nach Jahrzehnten in guter Erinnerung. Seit einigen Jahren betreibt der urige Bayer am Autohof Berg sein LKW-Atelier, mit dem er das Hobby der Lastwagenveredelung zum Hauptberuf gemacht hat. Gemeinsam mit seiner Partnerin, der Autohof-Betreiberin Sabine Kniebaum, hat er nun wieder einen "Warrior" auf die Räder gestellt. Er ist aber "back in black".

Das Projekt soll natürlich demonstrieren, zu welchen Leistungen das Team des LKW-Zubehörshops und des Ateliers auf dem Gelände des alten Autohofs fähig ist. Gleichzeitig soll der Dreiachser für den neuen Autohof in unmittelbarer Nähe werben. Das Fahren selbst hat Auhuber längst aufgegeben. Wenn man so will, zum Glück für Enrico Single, denn der Brandenburger darf nun das edle Gerät im innerdeutschen Speditionsverkehr als Angestellter steuern.

SCHWARZ-WEISS-MALEREI: SOGAR DIE BIB-MÄNNCHEN SCHIMMERN DUNKEL

Basis ist ein handgeschalteter R 560 mit gelenkter Vorlaufachse, eine der letzten Maschinen, die es noch mit Euro-5-Abgasnorm zu kaufen gab. Außen wurde der Dreiachser mit einer kompletten Rahmenverkleidung verschönert, dazu noch mit einer edel geglätteten Fahrerhausrückwand und einem Rammschutz von Trux. Eine besondere Note verleiht dem modernen Scania die Sonnenblende der alten Kult-Baureihe "3", auf der zwei passend zur Maschine rabenschwarz gefärbte Michelinmännchen thronen.

Die Lackierung mit dem charakteristischen Autohof-Berg-Bären und dem raffinierten Wechselspiel der Farben Rot und Schwarz entstammt wieder einmal der Sprühpistole des Cottbuser Lackierers Markus Niedergesäß.

Selbstredend ist es Enrico ein großes Vergnügen, mit einem so außergewöhnlich gestalteten Lastwagen auf Tour zu gehen. Was man dabei allerdings nicht vergessen sollte, ist der Pflegeaufwand, den ein solches Fahrzeug verlangt. Viele Stunden in der Woche reinigt, wienert und poliert Enrico mit unermüdlichem Fleiß das prachtvolle Arbeitsgerät.

REMINISZENZ AN DIE VERGANGENHEIT: BREITES BETT VORN UNTERM DACH

Als die Urform des Scania-Hochdach-Fahrerhauses Topline vor über zwanzig Jahren präsentiert wurde, begeisterte sie viele Chauffeure durch die ungewöhnliche Idee, ein breites Bett vorne unter das Dach zu montieren. Längst ist der Hersteller zum konventionellen Doppelstockbett zurückgekehrt, doch im LKW-Atelier kann man sich die Kabine auf die Urversion umbauen lassen. So ist das auch beim großen Schwarzen geschehen. Das schafft viel Gestaltungsspielraum im unteren Bereich, den die Berger Trucktuner mit liebevoller Fantasie kreativ gefüllt haben.

Statt eines Beifahrersitzes gibt es für die Freizeit nun ein kleines Sofa. Und da, wo früher die Konsole des zweiten Platzes war, verblüfft dieser Truck beim Öffnen der Tür mit einem gläsernen Schaukasten, der zwei in rotes Licht getauchte Kolben des legendären V8-Motors zeigt - ein magischer Moment, nicht nur für Greif-Fans.

Natürlich ist auch das Lenkrad der kultige Dreispeicher aus den Frühzeiten. Bei so viel Gefühl für die Schwedenmarke überrascht es fast nicht, welchen Namen der zum schwarzen Truck wunderbar kontrastierende weiße Hund trägt, der das Atelier mehr oder weniger gewissenhaft bewacht: Er hört auf den Ruf "Vabis".

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