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Test & Technik: Die Unschuld verloren

Der aktuelle DMAX sieht schick aus – eine Evolution vom rustikalen Arbeiter zum stylischen Allrounder
© Foto: G. Grünig/TRUCKER

Bislang war der Isuzu DMAX eher Arbeitstier. Mit der jüngsten Generation halten Komfort und Assistenzsysteme Einzug. Die elektronische Bevormundung ist Geschmackssache. Zumindest ist er noch sehr sparsam.


Datum:
06.04.2021
Autor:
Gerhard Grünig
Lesezeit: 
2 min
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Wie wird man dem neuen Isuzu DMAX gerecht? Wer auf der Suche nach einem kleinen Lifestyle-Laster ist, wird Gefallen finden. Mit schicker Lackierung in Valencia Orange und als „V-Cross“ macht er was her und verwöhnt mit elektrisch verstellbaren Ledersitzen, einer Flut an Assistenzsystemen, dicken Alufelgen und modischen Applikationen in Schwarz. Dabei hat er aber viel von seinem früheren Charakter verloren, dem des eher rustikalen Arbeitstiers.

Man muss ihm zugutehalten, dass er die wichtigsten Tugenden behalten hat: Mit 1,1 Tonnen Zuladung und 3,5 Tonnen Anhängelast setzt er Standards. Selbst aufs Dach dürfte man mit geeignetem Träger noch 100 Kilo packen. Und dank zuschaltbarem Allrad, Geländereduktion und zusätzlicher Differenzialsperre klettert er noch mal eine ganze Schippe besser als sein Vorgänger. Dass ihm dabei die ganze Zierde der V-Cross-Ausstattung mit tief heruntergezogenem Frontspoiler und seitlichen Trittbrettern im Weg ist, geschenkt.

Großer Bildschirm und gelungenes Bedienkonzept
© Foto: G. Grünig/TRUCKER

Wer auf der Suche nach Nutzwert, Platz für fünf und einem günstigen Einstiegspreis ist, nimmt am besten den „L“ mit Doppelkabine. Schon der hat die wichtigsten Assistenten und alles, was eigentlich nötig ist, an Bord. Zur Assistenz: Isuzu sollte den viel zu früh einsetzenden Notbrems­assistenten entschärfen, ebenso wie die synthetisch arbeitende Spurbindung, die eher nervt, als eine echte Hilfe ist. Auch die Automatik des Testwagens zeigt Optimierungspotenzial. An typischen Autobahnsteigungen springt sie permanent nervös zwischen den beiden oberen Fahrstufen hin und her – im Sekundentakt. Wechselt der Fahrer dann auf manuell, stehen einige Assistenten nicht mehr zur Verfügung ...

Immerhin ist der Isuzu trotz Wandlerautomatik mit im Mittel 8,87 l/100 km sparsam. Selbst mit 3,5-t-Anhänger bleibt’s bei realen 11,73 l/100 km. Da hat er nichts von seinen früheren Tugenden verloren.

Licht und Schatten beim Infotainment. Apple Carplay ist eine feine Sache, ein Radio, das während der Fahrt aus Sicherheitsgründen keinen Senderwechsel gestattet, eher nicht. Es gibt also noch ein paar Baustellen, ehe der Neue seinem eigenen Anspruch voll gerecht wird.

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