Update für den Brennstoffzellen-Lkw von Mercedes-Benz

26.01.2026 11:24 Uhr | Lesezeit: 1 min
Studioaufnahme des NextGenH2 als Sattelzug
Die ebenfalls neue Seitenverkleidung soll die Crash-Sicherheit verbessern und die Flüssigwasserstofftanks im Falle eines Unfalls umfangreicher schützen
© Foto: Daimler Truck

Daimler Truck spendiert seinem NextGenH2 genannten Wasserstoff-Actros eine Überarbeitung. Der Prototyp erhielt unter anderem ein Technik-Update sowie die aerodynamisch optimierte Pro-Cabin und soll Ende 2026 in einer Kleinserie von 100 Fahrzeugen in den Kundeneinsatz starten.

Neben batterieelektrischen Lastwagen bleibt Daimler Truck auch bei der Brennstoffzellentechnik am Ball und verordnet seinem "NextGenH2"-Truck eine Überarbeitung, noch bevor der Wasserstoff-Lkw überhaupt offiziell kaufbar ist.

Zu den wichtigsten Neuerungen des Prototypen zählt laut Hersteller die Implementierung aktueller Serienkomponenten aus dem batterieelektrischen Mercedes-Benz eActros 600. Dazu gehören neben der aerodynamisch optimierten ProCabin auch die jüngste Generation der integrierten E-Achse, das Multimedia Cockpit „Interactive 2“ sowie neueste Sicherheits- und Assistenzsysteme.

Nichts geändert hat sich am zu tankenden Kraftstoff, in den Tanks des NextGenH2 landet weiterhin verflüssigter Wasserstoff, der in dieser Form eine deutlich höhere Energiedichte aufweist, als gasförmiger Wasserstoff. Auf diese Weise steigt die mit einer Tankfüllung zu erzielende Reichweite spürbar an, Daimler Trucks verspricht aufgrund eines ebenfalls erhöhten Tankvolumens eine maximale Fahrstrecke von bis zu 1000 Kilometern. Die nötige Umwandlung des Wasserstoffs zurück in elektrische Energie an Bord des H2-Actros übernimmt die bewährte Brennstoffzelle BZA150 von Cellcentric, wohinter ein Joint Venture zwischen Daimler Truck und der Volvo Group steht.

Mit verkürztem Radstand

Verbesserungen konnte Daimler Truck auch hinter der Kabine einfließen lassen, wo sich der sogenannte Tech-Tower befindet. Dieser offenbart nun eine platzsparendere  Anordnung der Komponenten, wodurch es möglich wurde, den Radstand gegenüber dem Vorgängermodell um 150 auf 4000 Millimeter zu verkürzen. Dadurch dürfte die Einsetzbarkeit des NextGenH2 steigen, weil nun das Aufsatteln von weiteren Anhänger-Kombinationen unter Anwendung der EU-Längenvorschriften möglich ist.

Das wird die potenzielle Kundschaft sicherlich gerne hören, denn ausgewählte Transportunternehmen könnten recht schnell zu ihrem Wasserstoff-Actros kommen. Bis Jahresende plant Daimler Truck eine Kleinserie von 100 Fahrzeugen aufzubauen und in Erprobungsversuche bei Kunden zu schicken.

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