BLV-pro-Initiative: Zweite Lkw-Demo in Berlin beginnt

Insgesamt 87 Logistikunternehmen aus ganz Deutschland wollen an dem Korso teilnehmen (Symbolbild)
© Foto: Christoph Soeder/dpa/picture-alliance

Mit einem Lkw-Korso wollen die Initiatoren auf aktuelle Missstände in der Transportbranche aufmerksam machen und die Politik zum Handeln bewegen.


Datum:
24.07.2020
Autor:
John Aukenthaler/André Gieße
Lesezeit: 
3 min

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Unter dem Motto „Geiz war geil“ hat die BLV-pro-Initiative, ein Zusammenschluss von kleinen und mittelständischen Unternehmen aus dem Güterkraftverkehrsbereich, an diesem Freitag eine zweite Lkw-Demo in Berlin organisiert. Mit einem Fahrzeug-Korso möchte sie nach eigenen Angaben auf derzeitige Missstände, wie Preisverfall und ungünstige Rahmenbedingungen, in der Transport- und Logistikbranche aufmerksam machen und die Politik zum Handeln bewegen.

Insgesamt 87 Logistikunternehmen aus ganz Deutschland wollen an dem Korso teilnehmen. Insbesondere der Stopp der Kabotage ist für die BLV-pro-Initiative von zentraler Bedeutung. Die Lkw-Demo selbst startet um 10.00 Uhr über die Berliner Halenseestraße bis zur Ausfahrt 12 Kurfürstendamm und endet am Brandenburger Tor, wo ab 12.30 Uhr eine Kundgebung stattfindet. Für 16.00 Uhr ist das Ende der Veranstaltung geplant.

Hintergrund des Protestes

Bereits am 19. Juli hatte eine erste Demonstration der BLV-pro-Initiative mit denselben Forderungen in Berlin stattgefunden. Anfang Juli hat die Europäische Union das erste Mobilitätspaket beschlossen, das ein erster Schritt in die richtige Richtung sei. Mit der daraus resultierenden Verbesserung für die Transportbranche rechne man jedoch frühestens in zwei Jahren. Für die Organisatoren der Lkw-Demo ist dies entschieden zu spät: „Der ruinöse Wettbewerb wird bis dahin nach unseren Schätzungen bis zu 5000 Frachtführer zum Aufgeben zwingen“, befürchten sie.

Die Verantwortlichen der Veranstaltung betonten auch, dass sich die Aktion nicht gegen osteuropäische Lkw-Fahrer richten soll. Man kämpfe um faire Wettbewerbsbedingungen für alle Marktteilnehmer. Oftmals fahren beispielsweise die sogenannten Polen-Sprinter unter geradezu menschenunwürdigen Bedingungen, so die BLV-pro-Initiative.

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KOMMENTARE


Rolf Milbrandt

29.07.2020 - 08:14 Uhr

Das ist einfach nicht genug,um wirklich was zu bewirken müssen die Fahrer und Spediteure alles dichtmachen,wie in den 90ern in Frankreich,da gab es in z.b.Lyon kein Benzin,und kein Essen mehr. Nur so erreicht man was , und nicht mit 200 Lkws ,20000 ist eine Zahl das auch alle zuhören.


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