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BWVL schlägt wegen AdBlue-Verteuerung Alarm

Fordert alle Marktteilnehmer auf, besonnen mit der Ressource knappen Ressource AdBlue umzugehen: Markus Olligschläger, Hauptgeschäftsführer BWVL 
© Foto: VerkehrsRundschau/Sepp Spiegl

Nach Auffassung des BWVL Bundesverband Wirtschaft, Verkehr und Logistik droht durch die Preissteigerungen bei AdBlue von bis zu 170 Prozent eine weitere erhebliche Belastung der Lieferketten.


Datum:
14.03.2022
Autor:
Mareike Haus
Lesezeit: 
3 min
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AdBlue wird von allen modernen Dieselfahrzeugen und -maschinen benötigt: Ohne die Harnstofflösung ist ein moderner Lkw nicht fahrfähig. Damit ist das Produkt von enormer Bedeutung für die Wirtschaft und die Transportverknüpfungen im Besonderen. Der Bundesverband Wirtschaft, Verkehr und Logistik (BWVL) befürchtet nun durch Preissteigerungen bei AdBlue von bis zu 170 Prozent eine weitere erhebliche Belastung der Lieferketten.  

„Die explodierenden Preise für das Dieseladditiv AdBlue könnten die Transporte nicht nur für unsere Unternehmen aus Industrie und Handel im Werkverkehr ebenso belasten, wie die bereits massiv gestiegenen Dieselkosten“, warnt Markus Olligschläger, Hauptgeschäftsführer beim BWVL Bundesverband, Wirtschaft, Verkehr und Logistik – „mittelbar trifft uns das genauso über den Einsatz der Speditionen und Frachtführer“, so Olligschläger weiter. 

Hintergrund für die aktuelle Entwicklung ist laut BWVL die Schließung von Produktionsstätten bei AdBlue-Herstellern aufgrund der enorm gestiegenen Energiekosten (siehe auch VR-Meldung "Führender AdBlue-Produzent drosselt Produktion"). „Als Folge der Produktionseinstellungen droht im schlimmsten Fall eine europaweite Verknappung des AdBlue-Angebots. Die Erhöhung von Sicherheitsbeständen und die dadurch verursachte Entnahme von Transportbehältern aus dem Marktkreislauf könnten die Verfügbarkeit und die Preisentwicklung von AdBlue zusätzlich belasten,“ so Olligschläger weiter. 

Der BWVL hat das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) auf die drohende Eigendynamik am AdBlue-Markt und die daraus möglicherweise resultierenden Folgen hingewiesen. Anders als bei der Diskussion um die ausreichende AdBlue-Versorgung im November vergangenen Jahres, seien die Rahmenbedingungen jetzt völlig anders. Wirtschaftliche Schäden drohten bereits durch viele andere Folgen des Ukrainekriegs und der damit verbundenen Sanktionen, so der Verband.

Der BWVL fordert alle Marktteilnehmer auf, besonnen mit der Ressource AdBlue umzugehen und erwartet von der Politik eine aktive Wahrnehmung des Problems. 

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