Neuer Containerbahnhof Augsburg setzt auf kombinierten Verkehr

29.09.2026 09:52 Uhr | Lesezeit: 3 min
Der neue Containerbahnhof stärkt Logistikraum Augsburg
Der neue Containerbahnhof stärkt Logistikraum Augsburg
©Foto: GVZ Region Augsburg

Ein neues Containerterminal im Raum Augsburg soll den kombinierten Verkehr ausbauen. Unternehmen erhalten zusätzliche Kapazitäten für Schiene-Straße-Transporte.

Mit einem neuen Containerbahnhof wollen die Verantwortlichen des Güterverkehrszentrums (GVZ) Region Augsburg den kombinierten Verkehr in der Region stärken. Das Terminal soll Unternehmen im Wirtschaftsraum Augsburg künftig dabei unterstützen, Gütertransporte effizienter zwischen Straße und Schiene zu verlagern und so Lieferketten robuster aufzustellen.

Im Rahmen einer Fachveranstaltung zum „Tag der Schiene“ diskutierten mehr als 50 Branchenvertreter über die Einsatzmöglichkeiten der neuen Anlage. Im Fokus stand die Frage, wie Unternehmen den Standort künftig in ihre Transport- und Logistikstrategien einbinden können.

Neues Containerterminal ersetzt Standort Oberhausen

Nach seiner Fertigstellung wird das Terminal von der Deutschen Umschlaggesellschaft Schiene-Straße (DUSS) betrieben. Die Anlage verfügt über vier Umschlaggleise mit einer kranbaren Nutzlänge von jeweils 700 Metern. Zudem sind digitalisierte Prozesse für die Abfertigung vorgesehen.

Der neue Standort ersetzt das bestehende Terminal in Augsburg-Oberhausen, das seine Kapazitätsgrenzen erreicht hat. Mit dem Ausbau sollen zusätzliche Mengen im kombinierten Verkehr abgewickelt und die Anbindung an nationale sowie europäische Verkehrsachsen verbessert werden.


Schienengüterverkehr soll Lkw-Fahrten reduzieren

Für das Jahr 2030 rechnen die Projektverantwortlichen mit einem Umschlagvolumen von rund 62.000 Ladeeinheiten jährlich. Mit der Verlagerung von Transporten auf die Schiene sollen gleichzeitig Umwelt- und Verkehrseffekte erzielt werden.

Pro Jahr könnten nach den Prognosen rund 2,3 Millionen Lkw-Kilometer eingespart werden. Darüber hinaus wird eine Reduzierung des Dieselverbrauchs um etwa 700.000 Liter sowie eine Verringerung der CO₂-Emissionen um rund 1.754 Tonnen erwartet.



Fokus auf regionale Lieferketten

Nach Angaben des GVZ Region Augsburg liegt der nächste Schritt nun darin, Unternehmen aus Industrie, Handel und Logistik in die Nutzung des neuen Angebots einzubinden. Ziel ist es, Transportbedarfe zu bündeln und passende Verbindungen im kombinierten Verkehr aufzubauen.

Für die Region könnte das Terminal eine wichtige Rolle bei der Weiterentwicklung nachhaltiger Lieferketten übernehmen. Gleichzeitig sollen Unternehmen zusätzliche Möglichkeiten erhalten, steigende Anforderungen an Klimaschutz und Versorgungssicherheit im Güterverkehr zu erfüllen.

Das GVZ Region Augsburg wird von den Städten Augsburg, Gersthofen und Neusäß gemeinsam entwickelt und soll die Region langfristig als Logistikstandort stärken.

HASHTAG

#Kombinierter Verkehr


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