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Programm "Berufliche Orientierung für Zugewanderte" erfolgreich

30.01.2023 16:28 Uhr | Lesezeit: 3 min
Lager, Logistik, Fachkräfte, Personal, Mitarbeiter
Mit dem Projekt "Berufliche Orientierung für Zugewanderte" können ausländische Fachkräfte oder Fachkräfte mit Migrationshintergrund schneller die deutsche Sprache lernen und besser in den Berufsalltag integriert werden
© Foto: WavebreakmediaMicro/Adobe Stock

Auf dem Weg in eine Ausbildung profitierten schon über 6500 Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung.

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Das vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) koordinierte und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanzierte Programm "Berufliche Orientierung für Zugewanderte" (BOF) hat seit 2016 über 6500 Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung erreicht. Das Programm soll den Zugewanderten neue berufliche Perspektiven eröffnen und ihre Chancen erhöhen, als Fachkräfte Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt zu erlangen.

Das Programm unterstützt Zugewanderte durch Vorbereitungskurse bei ihrer beruflichen Orientierung und auf dem Weg in eine Ausbildung. Die BOF-Kurse bieten etwa praktische Berufsorientierung in Praxisräumen und Betrieben, eine integrierte Sprach- und Fachvermittlung zur Vorbereitung auf die Berufsschule und kontinuierliche individuelle sozialpädagogische Begleitung. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass der Einstieg in berufliche Bildung keineswegs selbstverständlich ist: Laut Daten des Mikrozensus 2020 hat über ein Drittel (35 Prozent) der selbst Zugewanderten im Alter zwischen 20 und 34 Jahren keinen formal anerkannten Berufsabschluss, bei Personen ohne Migrationshintergrund sind es neun Prozent.


  • Von allen Absolventinnen und Absolventen haben 43 Prozent eine Ausbildung oder eine Einstiegsqualifizierung begonnen. Damit liegt die Vermittlungsquote leicht über der Quote der elfmonatigen Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme (BVB) der Bundesagentur für Arbeit, die Jugendliche und junge Erwachsene beim Einstieg in eine Ausbildung unterstützt (35 Prozent).
  • Der Frauenanteil ist auf 35 Prozent gestiegen. 2016 lag der Anteil der Teilnehmerinnen noch bei drei Prozent. Diese Steigerung gelang unter anderem durch die Erweiterung des Berufsspektrums und der Möglichkeit, einen BOF-Kurs in Teilzeit zu absolvieren.
  • Die Teilnehmenden kamen 2022 aus 84 verschiedenen Herkunftsländern, zu Beginn des Programms waren es noch 44 Länder. Hauptherkunftsländer waren 2022 Syrien, Afghanistan und die Ukraine.
  • Die Zahl der Teilnehmenden blieb auch in den Jahren der Pandemie 2020/2021 mit über 1000 pro Jahr relativ konstant.


In diesem Jahr rechnen die Leitungen der BOF-Projekte mit einer erhöhten Nachfrage ukrainischer Kriegsgeflüchteter ab dem Herbst, weil dann viele von ihnen nach dem Besuch von Sprach- und Integrationskursen ausreichend deutsche Sprachkenntnisse erworben haben werden. Nach Informationen des Bundesinnenministeriums (Stand: 17. Janura 2023) waren rund eine Millionen Personen vom Ausländerzentralregister erfasst, die im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine nach Deutschland eingereist sind. Unter den Erwachsenen sind dabei über 70 Prozent Frauen. Eine erste repräsentative Befragung von geflüchteten Ukrainern in Deutschland zeigt, dass 37 Prozent für immer oder mehrere Jahre in Deutschland bleiben wollen. Davon könnten auch deutsche Transport- und Logistikunternehmen profitieren, die händeringend Fachkräfte und Lkw-Fahrer suchen.

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