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Süddeutsche Transportverbände üben Kritik an Tiroler Blockabfertigung

Immer wieder führt die Blockabfertigung in Tirol zu langen Staus
© Foto: Jakob Gruber / EXPA / pictured

Besonders schlimm betroffen seien Fahrer, die stundenlang im Stau stehen. Auch die Logistik insgesamt leide, da hier der Schaden inzwischen in die Millionen gehe.


Datum:
11.12.2020
Autor:
John Aukenthaler
Lesezeit: 
3 min
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Die süddeutschen Logistikverbände LBS, VSL und LBT/BGL-Süd haben in einer gemeinsamen Pressemitteilung die Tiroler Blockabfertigung und deren Folgen kritisiert. Mit Lkw-Staus von über 80 Kilometern Länge am 9. und 10. Dezember 2020 habe die Lkw-Blockabfertigung durch die Tiroler Verkehrsbehörden am Grenzübergang Kiefersfelden ihren bisherigen, traurigen Höhepunkt erreicht, heißt es in dem Schreiben, das die Politik in Bayern, Berlin und Brüssel zum Handeln auffordert. „Tirol müssen endlich mit aller Härte die Grenzen aufgezeigt werden, notfalls durch Gegenmaßnahmen, ansonsten werden unsere Nachbarn munter weiter an der Eskalationsschraube drehen“, so Sabine Lehmann (LBS), Sebastian Lechner (LBT) und Andrea Marongiu (VSL).

Es sei eine Situation erreicht, die nicht mehr nur lästig und für die betroffenen Firmen betriebswirtschaftlich schwierig sei, sondern die soziale Situation des Fahrpersonals massiv verschärfe. Die Folgen der Tiroler Anti-Transitpolitik seien ein nicht mehr kalkulierbares Risiko für die Verkehrssicherheit, die Umwelt sowie die wirtschaftlichen Abläufe in der gesamten betroffenen Region, so die Verbände. Aufgrund der Stausituation und den daraus resultierenden Umweg- und Ausweichverkehren könne teilweise die Lieferfähigkeit der örtlichen Wirtschaft nicht mehr sichergestellt werden, ebenso seien Arbeitnehmer gehindert, ihre Arbeitsplätze in der Region zu erreichen.

Problematische Zustände für Fahrer und Logistik insgesamt

Dabei grenze es den Verbänden zufolge fast an ein Wunder, dass das Unfallgeschehen auf und um die Autobahnen A 8 und A 93 sowie auf den Nebenstrecken sich bisher in Grenzen zu halten scheine. Am schlimmsten träfen die massiv verkehrsbeschränkenden Maßnahmen Tirols jedoch die Fahrer, die dazu verurteilt seien, stundenlang ohne die elementarste hygienische Versorgung und Verpflegungsmöglichkeit im Stau zu stehen, da gleichzeitig die Parkplätze an den betroffenen Autobahnen völlig überlastet seien.

Der Schaden für die Logistik und deren Kunden gehe inzwischen in die Millionen. Wer auf Besserung hoffe, werde den Verbänden zufolge enttäuscht sein, denn die Willkür Tirols gehe weiter. Ab Januar 2021 soll ein generelles Nachtfahrverbot auch für Lkw mit der saubersten Schadstoffklasse Euro-6 auf der Inntalautobahn gelten. Damit werde sich der Schwerverkehr untertags noch mehr verdichten und an Tagen mit Blockabfertigung zu Dauerstaus von 60 bis 100 Kilometern führen.

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