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Eindrücke zum Fahrverhalten und Digitalisierung im Fahrerhaus


Datum:
09.11.2020
Autor:
Jan Burgdorf
Lesezeit:
5 min
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Guter Mix aus digitalen und analogen Bedienelementen
© Foto: Karel Sefrna

Deutlich mehr Sparpotenzial erhofft sich Volvo vom dynamischen Segeln in der Ebene, was man bereits von anderen Herstellern kennt. Nur fällt es durch die überdurchschnittlich niedrige Geräuschkulisse im Globetrotter kaum auf, wenn der Schwede im Wechselspiel bis auf 88 km/h beschleunigt, die Fuhre dann bis Tempo 82 in neutral rollen lässt, um wieder auf 88 zu erhöhen.

Dem Thema Komfort gewidmet ist eine ebenfalls neue Funktion der verstärkten Motorbremse VEB+ namens „Brake-Blending“: Genügen die 380 kW der Dauerbremse bergab nicht oder es lohnt sich am Ende des Gefälles nicht mehr, per Rückschaltung zusätzliche Bremskraft zu generieren, nimmt das System automatisch für einen kurzen Moment die Betriebsbremse zu Hilfe – selbstredend ohne dass dabei der gesetzte Tempomat rausfliegen würde.

Beim unteren Bett bietet Volvo mehrere Härtegrade für die Matratze an
© Foto: Karel Sefrna

Digitale Armaturen und ein neuer Touchscreen rechts

Innerhalb des Globetrotter-Fahrerhauses – laut Volvo übrigens das aerodynamisch günstigste des Programms – verpasste der Hersteller eine zeitgemäße Digitalisierung, die vor allem dem Zentraldisplay zugutekam. Dass der Fahrer nun zwischen vier verschiedenen Darstellungsformen wählen kann, erscheint uns weniger wichtig als die Erkenntnis, dass sich die Instrumente bei allen Lichtverhältnissen zu 100 Prozent scharf und völlig frei von Spiegelungen präsentieren. Auch das Bedienkonzept geht in Ordnung, obwohl vieles, wie Radio, Telefon, Tachodaten oder der Tripcomputer, nun per Touchscreen auf der Mittelkonsole gesteuert wird, was bei schlechten Straßenverhältnissen nicht immer zielsicher gelingt. Daher ist es gut, dass die Bedienung alternativ über die Lenkradtasten oder per Sprachfunktion gelingt. Ebenfalls gut: alltägliche Bedienelemente, wie Audio-Lautstärke, Heizung, Lüftung oder Assistenzsysteme werden weiterhin über verbindlich rastende Schnellwahl-Taster geregelt.

Weniger gut: Der I-Shift-Wählhebel wurde zwar formschöner, behielt aber seinen Platz am Fahrersitz. Dank nun einfacherer Abklappfunktion stört er beim Durchstieg zwar kaum noch, trotzdem wäre die Getriebebedienung im rechten Lenkstockhebel besser aufgehoben – so wie es eben alle anderen Hersteller machen. Wir jedenfalls würden uns für die in die Mittelkonsole integrierten Tasten für die Getriebebedienung entscheiden, was Volvo auch für den neuen FH weiterhin offeriert – auch weil manuelle Eingriffe aufgrund der souveränen Schaltstrategie eigentlich nie nötig werden.

Außenstaufächer mit ordentlich Raum
© Foto: Karel Sefrna

Ein neuer Verbrauchsrekord auf der TRUCKER-Testrunde

Doch zurück zur Hauptmission des „Fuelracer“, die er auf der Testrunde tatsächlich erfüllen kann: Nur 23,16 l/100 km flossen im Schnitt durch die Brennräume – einen niedrigeren Wert fuhr auf der TRUCKER-Testrunde bislang noch kein Testfahrzeug ein. Und das geht nicht einmal zulasten der Durchschnittsgeschwindigkeit, wie die 80,35 km/h belegen – den neuen Eco-Modus kann man im Alltag also getrost aktiviert lassen, auch wenn das vielen im ersten Moment schwerfallen dürfte.
Doch auch so bleibt der FH ein fahrerorientierter Lastwagen, der aber ab sofort auch dem Firmen-Controlling einige Freude bereiten dürfte.


Fazit: Spar-Mission erfüllt

Die teils aufwendige Technik, die der „Fuelracer“ mitbringt, zahlt sich aus: Noch nie hat ein Lkw unsere Testrunde sparsamer gemeistert. Für den Fahrer bleibt dabei eigentlich nichts zu tun, als die Elektronik arbeiten zu lassen – was vor allem beim neuen „Improved-Eco-Modus“ nicht immer leichtfallen dürfte.



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