Kündigung wegen einer Lüge

Der Arbeitgeber muss nicht alles über den Bewerber wissen
© Foto: Jens-Ulrich Koch/ddp

Wer sich auf einen Job bewirbt und dabei gefragt wird, ob in der Vergangenheit gegen ihn eingestellte strafrechtliche Ermittlungsverfahren liefen, darf lügen.


Datum:
03.04.2013
Autor:
Redaktion TRUCKER

NOCH KEINE Kommentare

jetzt mitdiskutieren



In einem Fragebogen zur Einstellung (in dem Fall ein Lehrer) hatte der Kläger die entsprechende Frage verneint und wurde eingestellt. Nachdem bekannt geworden war, dass er gelogen hatte, wollte sein neuer Chef ihn wieder kündigen. Nach Ansicht des BAG verstößt eine solche unspezifizierte Frage gegen das Datenschutzrecht. Stelle der Arbeitgeber sie dennoch und verneine der Bewerber in Wahrnehmung seines informationellen Selbstbestimmungsrechts wahrheitswidrig, dürfe der Arbeitgeber das zwischenzeitlich begründete Arbeitsverhältnis nicht wegen der Falschauskunft kündigen.

Bundesarbeitsgericht
Urteil vom 15.11.2012
Aktenzeichen: 6 AZR 339/11

HASHTAG


#Bewerbung

MEISTGELESEN


KOMMENTARE


SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!


NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


TRUCKER – Das Magazin für Lkw-Fahrer im Nah- und Fernverkehr: Der TRUCKER ist eine der führenden Zeitschriften für Lkw-Fahrer und Truck-Fans im deutschsprachigen Raum. Die umfangreichen TRUCKER Testberichte zu LKWs und Nutzfahrzeugen gehören zu den Schwerpunkten der Zeitschrift und gelten als Referenz in der Branche. Der TRUCKER berichtet monatlich über die Themen Test und Technik, Show-Truck, Arbeitsrecht, Service, Unterhaltung.