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Blockabfertigung: Lkw stauen sich bis zu 80 Kilometer

26.04.2018 17:31 Uhr
Stau durch Blockabfertigung
Auf einer Länge von bis zu 80 Kilometer standen die Lkw am Donnerstag wegen der Tiroler Blockabfertigung
© Foto: Josef Reisner/dpa/picture-alliance

Weil Tirol nur schubweise Lkw die Inntalautobahn passieren ließ, haben sich auf bayerischer Seite am Donnerstag lange Staus gebildet. Die Tiroler Regierung sprach von einem großen Erfolg – ganz anders sah das die bayerische Polizei.

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Kufstein/Rosenheim. Die Blockabfertigung von Lkw auf der Inntalautobahn A 93 in Tirol hat am Donnerstag zu kilometerlangen Staus auf bayerischer Seite geführt. Zeitweise seien die Lkw auf einer Länge von bis zu 80 Kilometer gestanden, sagte ein Sprecher der Verkehrspolizei Rosenheim. Alleine auf der Autobahn A 8 von München nach Salzburg stauten sich die Lastwagen bis zum Inntaldreieck mehr als 40 Kilometer.

Für Autofahrer gab es dagegen nur wenige Beeinträchtigungen. Die rund 90 Einsatzkräfte bemühten sich, die Autos auf der linken Spur an den stehenden Lastwagen vorbei zu leiten. Die Geschwindigkeit wurde auf Tempo 80 beschränkt.

Die Tiroler Polizei hatte um 5 Uhr mit der Blockabfertigung begonnen. Gegen 13.30 Uhr war die Aktion an der Grenze beendet. „Wir kämpfen aber noch immer mit dem Rückstau“, sagte der Sprecher der Rosenheimer Verkehrspolizei am Nachmittag. Auf der A 8 hätten sich in Richtung Tirol noch immer zahlreiche Lastwagen hintereinander gereiht. Für die Polizei sei das mehrere Stunden nach Beginn der Blockabfertigung „überraschend viel“ gewesen. „Das brauchen wir auch nicht jeden Tag“, so der Polizeisprecher.

Verkehrskollaps in Tirol verhindert

Auf Tiroler Seite sprach man von einem großen Erfolg: „Dadurch konnte in Tirol ein totaler Verkehrskollaps bis in die Nachmittagsstunden hinein vermieden werden“, ließ Landeshauptmann Günther Platter mitteilen. Die Dosierung des Lkw-Verkehrs habe die Region vor Schlimmerem bewahrt. „Hätten wir den Lkw-Zulauf nicht dosiert, wäre es heute mit Sicherheit zu einem Verkehrsstillstand im Inntalkorridor gekommen“, so Platter in einer Mitteilung.

Wegen eines Feiertags in Italien hatte die Tiroler Landesregierung am Mittwoch ein Einreiseverbot für Lkw mit Ziel Italien verfügt. An der Grenze wurden die Lkw gezählt und laut Tiroler Landesregierung nur maximal 300 Lkw pro Stunde nach Österreich gelassen. Ist die Kapazitätsgrenze erreicht, wird der Güterverkehr verlangsamt oder gestoppt. (dpa)

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