Rückgang der Kraftstoffpreise setzt sich fort

04.11.2026 13:20 Uhr | Lesezeit: 3 min
Grüner Zapfhahn steckt in der Zapfsäule
Auch das Bundeskartellamt hat sich die ungleiche Entwicklung der Benzin- und Dieselpreise angesehen
©Foto: Iryna Melnyk / iStock / Getty Images Plus

Der Preis für Superbenzin der Sorte E10 ist teilweise wieder auf unter zwei Euro pro Liter gefallen, während der Dieselpreis deutlich weniger sinkt.

Am Vormittag des Mittwoch, 4. November, lag der bundesweite Durchschnittspreis laut Zahlen des ADAC um 10 Uhr bei 1,979 Euro. Damit setzt sich der Preisrückgang für Benzin fort. Ob der Preis auch im bundesweiten Tagesdurchschnitt unter zwei Euro bleibt, ist allerdings zweifelhaft. Seit Einführung der 12-Uhr-Regel im April folgt der Preis meist einem typischen Muster mit einem starken Anstieg in der Mittagszeit und einem sukzessiven Rückgang bis zum Tiefpunkt am späten Nachmittag. Schon am Dienstag war E10 kurz unter die Marke von zwei Euro gefallen. 

Benzinpreis sinkt seit einigen Tagen

Der Preis für E10 ist seit einigen Wochen rückläufig. Der bundesweite Tagesdurchschnitt – da er alle Preise aus 24 Stunden enthält, ist er aussagekräftiger, aber auch höher als die niedrigen Vormittagspreise, lag am Dienstag für Benzin bei 2,041 Euro. Das waren 4,3 Cent weniger als eine Woche zuvor. Blickt man bis zum 13. Oktober zurück, sind es sogar 11 Cent. Günstiger als aktuell war E10 zuletzt im Juli.

Rückgang beim Diesel fällt geringer aus

Auch Diesel gibt aktuell nach. Mit 2,26 Euro pro Liter am Dienstag sind es 2,2 Cent weniger als noch am Sonntag. Seit Mitte Oktober ist die Veränderung allerdings nur gering, wodurch die Lücke zwischen den beiden Kraftstoffen inzwischen fast 22 Cent beträgt. In normalen Zeiten ist eigentlich Diesel billiger als Benzin, weil es geringer besteuert wird. „Die Spritpreise entwickeln sich aktuell deutlich rückläufig, was vor allem auf den wesentlich geringeren Ölpreis zurückzuführen ist“, heißt es seitens des ADAC.

Ungleiche Entwicklung der Benzin- und Dieselpreise

Das Bundeskartellamt hat zuletzt die ungleiche Entwicklung der Benzin- und Dieselpreise beobachtet. Es führt sie darauf zurück, dass einerseits bei Benzin eine schwächere Nachfrage auf höheres Angebot trifft, während die Lage bei Diesel wegen der Probleme in der Straße von Hormus und dem Krieg in der Ukraine weiter besonders angespannt ist.

Die Wettbewerbshüter haben sich zudem die Weitergabe des Tankrabatts in Höhe von 16,7 Cent im Oktober angesehen. Sie kommen zum Schluss, dass der Rabatt bei Diesel im vergangenen Monat zu 90 Prozent weitergegeben wurde, bei Benzin der Sorte Super E5 zu rund 60 Prozent. Das Kartellamt betont aber, dass diese Werte schwierig zu ermitteln seien und nur eine Momentaufnahme darstellen würden.

Tankrabatt-Tracker des Ifo-Instituts

Mit den jüngsten Änderungen – insbesondere dem sinkenden Benzinpreis - kann die aktuelle Situation zudem bereits anders aussehen. So kommt der Tankrabatt-Tracker des Ifo-Instituts für die Woche vom 28. Oktober bis 3. November bei Diesel auf eine Weitergabe von 9,7 Cent, während es bei Superbenzin 17,4 Cent sind – das wäre dann sogar etwas mehr als die Steuersenkung.

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