Batterieelektrische Lkw haben sich bei Transportunternehmen, die sie bereits im Alltag einsetzen, klar bewährt. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Befragung des Öko‑Instituts unter 57 Transportunternehmen, die schwere E‑Lkw seit mindestens einem Jahr im täglichen Betrieb nutzen. 93 Prozent der Firmen bewerten die Technologie positiv und sehen sie als zuverlässige und wirtschaftliche Alternative zum Diesel.
Die Ergebnisse zeigen: Der E‑Lkw ist längst keine Nischenlösung mehr, sondern etabliert sich zunehmend sowohl im Regional‑ als auch im Fernverkehr.
Wirtschaftlicher Betrieb vor allem durch Mautbefreiung
Hohe Zuverlässigkeit und Fahrkomfort
Ladeinfrastruktur bleibt größte Hürde
Trotz der positiven Erfahrungen sieht die Studie weiterhin Hindernisse für den breiten Markthochlauf. Als zentrale Herausforderungen nennen die Unternehmen:
- die hohen Anschaffungskosten der Fahrzeuge
- bürokratische und finanzielle Hürden beim Ausbau der Depot‑Ladeinfrastruktur
- den Netzanschluss und dessen Erweiterung
Auch das öffentliche Laden wird insbesondere für den Fernverkehr kritisch bewertet. Viele Standorte gelten als nicht Lkw‑tauglich, zudem werden die Strompreise als zu hoch eingeschätzt.
Für eine attraktivere Ladeinfrastruktur wünschen sich die Unternehmen vor allem:
- mehr Ladepunkte
- ausreichend Platz für Lkw
- günstigere und transparente Preise
- sowie Reservierungsmöglichkeiten
Klare Erwartungen bis 2030
Die Einschätzung zur weiteren Entwicklung fällt eindeutig aus: 93 Prozent der befragten Unternehmen gehen davon aus, dass E‑Lkw bis 2030 zum Standard im eigenen Fuhrpark werden. Andere alternative Antriebstechnologien verlieren in der Einschätzung der Befragten dagegen weiter an Bedeutung.
Die Untersuchung wurde im Rahmen des Projekts ELV‑LIVE durchgeführt, das vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert wird.