Digitale Frachtbriefe gehören für einen Großteil der deutschen Logistikunternehmen bereits zum Arbeitsalltag: 76 Prozent setzen elektronische frachtbegleitende Dokumente zumindest teilweise ein. Ein vollständig digitaler Prozess ist allerdings weiterhin selten.
Dies sind die Ergebnisse einer repräsentativen telefonische Befragung der Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom von 502 Logistikunternehmen in Deutschland mit mindestens 20 Beschäftigten.
13 Prozent planen die Einführung digitaler Frachtbriefe
Lediglich 7 Prozent der Logistikunternehmen verwenden Frachtbriefe ausschließlich digital. Weitere 32 Prozent setzen überwiegend auf digitale Dokumente, während 37 Prozent diese nur vereinzelt nutzen. Gegenüber 2022 hat sich die grundsätzliche Verbreitung damit kaum verändert, wie Bitkom mitteilt.
22 Prozent der befragten Logistikunternehmen nutzen bislang keine digitalen Frachtbriefe. 13 Prozent aller Unternehmen planen die Einführung inzwischen konkret. Weitere 7 Prozent ziehen den Einsatz grundsätzlich in Betracht.
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Fehlende Standards und Akzeptanz bremsen digitale Frachtbriefe
54 Prozent der Logistikunternehmen sprechen sich für eine verpflichtende Nutzung digitaler Frachtbriefe aus. Im Jahr 2022 lag dieser Anteil noch bei 47 Prozent.
Einheitliche Standards bleiben ein wesentliches Hindernis für die weitere Digitalisierung des Frachtbriefs. 45 Prozent der Logistikunternehmen geben an, dass entsprechende Standards fehlen.
Auch die praktische Akzeptanz erschwert den durchgängigen Einsatz digitaler Frachtbriefe. 33 Prozent nennen fehlende Akzeptanz bei Zollmitarbeitenden als Problem, 32 Prozent die fehlende Akzeptanz bei Fahrerinnen und Fahrern.
„Der digitale Frachtbrief ist in der Logistik längst angekommen, aber noch nicht überall zum Standard geworden. Vielerorts laufen digitale und papierbasierte Abläufe weiterhin nebeneinander – das kostet Zeit und macht Prozesse unnötig kompliziert. Ein digitaler Frachtbrief entfaltet seinen Nutzen nur dann vollständig, wenn er entlang der gesamten Transportkette eingesetzt und von allen Beteiligten akzeptiert werden kann. Unternehmen, Fahrerinnen und Fahrer, Geschäftspartner und Behörden müssen deshalb auf gemeinsame Standards und verlässliche digitale Verfahren setzen können“, findet Paul Hannappel, Logistik-Experte beim Bitkom.
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