Extreme Temperaturen können Fahrbahnen stark belasten. Ob Schäden entstehen, hängt vor allem von der Verkehrsbelastung und dem jeweiligen Straßenbelag ab, so die dpa. Beton und Asphalt reagieren auf Hitze dabei unterschiedlich.
Nach Angaben der Autobahn GmbH dehnt sich Beton bei hohen Temperaturen aus. Können sich die Fahrbahnplatten dabei nicht ausreichend seitlich ausbreiten, bauen sich Spannungen im Material auf, die sich nach oben entladen. Besonders auf älteren, stark befahrenen und bereits vorgeschädigten Betonautobahnen kann es dadurch zu sogenannten „Blow-ups“ kommen. Dabei wölben sich die Fahrbahnplatten nach oben. Die Wahrscheinlichkeit solcher Schäden steigt laut Autobahn GmbH ab Temperaturen von etwa 30 Grad Celsius.
Moderne Betonautobahnen sind widerstandsfähiger
Anders stellt sich die Situation bei neueren Betonfahrbahnen dar. Werden Autobahnen nach aktuellem Stand der Technik gebaut, gelten Aufwölbungen als unwahrscheinlich. Grund dafür sind deutlich dickere Betonfahrbahnplatten, die nach Angaben der Autobahn GmbH wesentlich dicker ausgelegt sind. Bei diesen Konstruktionen komme es nicht zu den beschriebenen „Blow-ups“.
Asphalt kann sich durch Hitze verformen
Bei Asphaltstraßen steht vor allem die Gefahr von Verformungen im Vordergrund. Ursache ist das Bindemittel Bitumen, das den Straßenbelag zusammenhält. Wird Bitumen durch hohe Temperaturen stark erwärmt, kann es weich werden. In Verbindung mit einer hohen Verkehrsbelastung können sich dadurch Spurrinnen auf der Fahrbahn bilden.
Die durch Hitze entstandenen Verformungen können Auswirkungen auf die Fahrsicherheit haben. Nach Angaben der Autobahn GmbH kann Asphalt in seltenen Fällen durch ausgeprägte Spurrinnen an Griffigkeit verlieren. Bei Niederschlägen kann dadurch zudem das Risiko für Aquaplaning steigen, da sich Wasser in den Fahrspuren sammelt.