Österreich: Teststrecke für autonomen Güterverkehr startet demnächst

Das Projekt Award will autonome Transportfahrzeuge allwettertauglich und damit breiter nutzbar machen (Symbolbild)
© Foto: AP Photo/dpa/picture-alliance

Auf einer 600 Meter langen Teststrecke soll in den nächsten drei Jahren der Einsatz eines fahrerlosen Elektrofahrzeuges für den Gütertransport getestet – im öffentlichen Raum und bei jedem Wetter.


Datum:
04.02.2021
Autor:
Stefan May/Stephanie Noll
Lesezeit: 
3 min

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In Oberösterreich startet demnächst ein Projekt des automatisierten Gütertransports im öffentlichen Raum. Auf einer Teststrecke in Gunskirchen wird in den kommenden drei Jahren der Einsatz eines fahrerlosen Elektrotransporters getestet, heißt es in einer Aussendung des oberösterreichischen Wirtschaftslandesrats (vergleichbar mit einem Minister) Markus Achleitner. Zwischen dem Logistikzentrum von DB Schenker Österreich und dem Motorenhersteller BRP-Rotax in Gunskirchen wird das Fahrzeug auf einer Strecke von rund 600 Metern unterwegs sein.

„Oberösterreich wird einmal mehr als Testregion für autonomes Fahren auch international sichtbar, wenn es darum geht, autonomen Güterverkehr allwettertauglich zu machen“, sagte der Landesrat. Das Forschungsprojekt wird von der EU mit 2,85 Millionen Euro gefördert. Beteiligt an diesem Projekt namens Award, das in Österreich von der DigiTrans GmbH geleitet wird, sind die beiden Unternehmen BRP-Rotax und DB Schenker Österreich.

Zweite Teststrecke wird aufgerüstet

29 Partner aus zwölf Ländern arbeiten unter der Konsortiumsleitung des Herstellers Easymile im Projekt Award zusammen, um autonome Transportfahrzeuge für Logistikanwendungen allwettertauglich und damit breiter nutzbar zu machen. Dafür werden Anwendungsbeispiele auf dem Flughafen Oslo, im Hafen Rotterdam, innerhalb des Linde-Werks im deutschen Aschaffenburg sowie bei BRP-Rotax und DB Schenker in Gunskirchen umgesetzt. Gefördert wird Award im Rahmen des europäischen Forschungs- und Innovationsförderprogramms Horizon 2020. 

Im Rahmen des Projektes rüstet DigiTrans auch seine zweite Teststrecke für autonomes Fahren in St. Valentin massiv auf, um an verbesserten Sensoren forschen zu können. Künftig werde man mit einer in Europa einzigartigen Outdoor-Regenanlage unterschiedliche Niederschlagsmengen und Tropfengrößen real simulieren können. Geplant ist auch eine Hub-Zone zum Testen von unterschiedlichen Logistikszenarien und Andockmanövern. Ebenso sind bereits einzelne Streckenabschnitte mit unterschiedlicher Fahrbahnbeschaffenheit sowie ein Offroad-Bereich speziell für das Testen von rauen Fahrbahnbedingungen eingerichtet worden.

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