Reportage: Breit aufgestellt

Der Fuhrpark des Unternehmens ist technisch auf Stand, zwei LNG-Trucks gehören dazu
© Foto: Sterac

Sterac aus Schleswig-Holstein ist seit 1979 für Kunden unterwegs. Das familiengeführte Unternehmen hat sich vom klassischen Speditionsbetrieb zum Full-Service-Logistiker entwickelt.


Datum:
28.01.2020
Autor:
Gerfried Vogt-Möbs
Lesezeit: 
6 min

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Sich über 40 Jahre hinweg zu behaupten, sein Unternehmen zu vergrößern, zu verbessern und schließlich anzupassen, setzt drei grundlegende Tugenden voraus: Engagement, Kreativität und Durchsetzungskraft. Sie treffen ganz sicher auf Gerald Rackebrandt zu, der sich 1979 selbstständig macht. Im Iran ruft Ajatollah Chomeini die Islamische Republik Iran auf, Sony bringt den ersten Walkman auf den Markt. Die deutsche Fußballmeisterschaft ist zweifellos das Highlight für den Hamburger SV – für den Gründer, der in Hamburg wohnt und arbeitet, ist es der Start mit der eigenen Spedition Sterac. Am Anfang des Kleinstbetriebes stehen zwei Mitarbeiter und gerade mal drei Fahrgebiete: England, Irland und die Schweiz.

Mit Trailer Trans findet der Firmengründer für Transporte nach England bald einen Geschäftspartner, der ähnlich tugendhaft gestrickt ist. Als strategisch günstigste Verbindung nach Mittelengland kristallisiert sich Cuxhaven nach Immingham heraus. So wächst mit dem Kundenstamm freilich auch der Fuhrpark. Mitte der Achtzigerjahre sind es bereits 20 Trailer, mit denen Konsumgüter vom Anton-Ree-Weg auch nach Spanien, wenig später dann auch an den westlichsten Zipfel Europas transportiert werden.

Die neue Logistikhalle ist mit Wärmepumpe, intelligentem Licht und Photovoltaik so modern wie nachhaltig bestückt
© Foto: Sterac

Nachdem die Fahrgebiete peu à peu auch Richtung Osteuropa erweitert und so Polen, Tschechien, die Slowakei und schließlich auch Russland Aufnahme ins Portfolio finden, platzt Rackebrandts Unternehmen kurz vor dem Millennium buchstäblich aus allen Nähten. Mit dem Umzug ins neue Areal in Braak war ein erster Meilenstein geschafft, auf den Gerald Rackebrandt bei der Jubiläumsfeier im Juni dieses Jahres besonders stolz war. Ebenso gern zeigte er bei seiner Rede der 130-köpfigen Belegschaft, wie anfangs mit hanseatischem Humor Kundenwerbung funktioniert hat. „Notfalls rudern wir für Sie nach England – aber unsere Trailer und Container werden ihr Ziel schneller und pünktlicher erreichen“, so wirbt die Spedition anfangs mit einem frechen Cartoon und Augenzwinkern auf Plakaten.

Am neuen Standort sind über 10.000 Quadratmeter vorhanden, ein Zehntel davon ist Lagerfläche. Zunächst reicht das für die damals 35 Trailer und fünf Zugmaschinen, die branchenübergreifend Konsumgüter aller Art ans Ziel bringen. 

Aber nicht nur Fuhrpark und Transportkundenstamm wachsen stetig. Als 2007 für Sterac bereits 60 Trailer unterwegs sind, ist Nicola Rackebrandt bereits mit von der Partie. Die gelernte Speditionskauffrau und Business-&-Logistics-BA-Absolventin steigt nach Berufserfahrung in Chicago ins operative Geschäft ein, um ihr Spezialgebiet, das Dienstleistungsgeschäft, qualitativ wie quantitativ auf Vordermann zu bringen.

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